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Das Überwachungsprogramm bei der US-Post heißt MICT: "Mail Isolation Control and Tracking".

Foto: AP/The Wichita Eagle, Brian Corn

Washington - Die Affäre um Internetüberwachung durch den US-Geheimdienst NSA zieht immer weitere Kreise. Nun sollen einem Bericht der "New York Times" auch klassische Briefsendungen betroffen sein.

Der gesamte Briefverkehr innerhalb der USA wird demnach registriert. Absender und Empfänger jeder Sendung, die über den staatlichen Postdienst USPS verschickt wird, werden von Computern abfotografiert, berichtete die Zeitung am Mittwoch. Sie beruft sich unter anderem auf Mitarbeiter des US-Justizministeriums und einen ehemaligen Agenten der Bundespolizei FBI. Die Sendungen zu öffnen widerspricht hingegen den US-Gesetzen.

Rund 160 Milliarden Postsendungen sollen in einem Überwachungsprogramm mit der Bezeichnung "Mail Isolation Control and Tracking" (MICT) vergangenes Jahr fotografiert worden sein. Das Programm diene vor allem der Arbeit von amerikanischen Strafverfolgungsbehörden. (APA/red, derStandard.at, 4.7.2013)