Zum zweiten Mal nach 2011 "verleiht" die IG Architektur – die Interessengemeinschaft junger heimischer Architekturschaffender – heuer wieder den "Planlos Award". Bei der ersten Auflage des Negativ-Preises vor zwei Jahren, anlässlich des zehnjährigen Bestandsjubiläums der IG Architektur, wurde die damalige Innenministerin für das gescheiterte Asylzentrum Eberau "ausgezeichnet".

Gala m 11. November

Nominierungen für heuer können auf der Website planlos2013.at bereits abgegeben werden. Per Online-Voting und aufgrund einer Jury-Entscheidung werden aus den eingelangten Vorschlägen dann drei Projekte ausgewählt, die auf der "planlos2013"-Gala am 11. November (Anm.: Faschingsbeginn) im Wiener Semper-Depot vorgestellt werden und aus denen schließlich im Rahmen dieser Gala auch der Sieger bestimmt werden soll.

Eingereicht werden können Projekte, die laut Aussendung der IG Architektur "ein einfaches Kriterium erfüllen: Ihnen müssen 'die inkompetentesten und planlosesten Entscheidungen der österreichischen Baukultur' zugrunde liegen." Dabei gehe es nicht um mehr oder weniger gelungene Architektur, "sondern um die Voraussetzungen, die das Entstehen von Architektur erschweren oder unmöglich machen".

Auch Award selbst nominiert

Nominierungen müssen mit Klarnamen erfolgen, werden aber unter einem selbst gewählten Pseudonym des Teilnehmers bzw. der Teilnehmerin veröffentlicht. Nominiert wurden bis dato (Stand 1.8.) bereits neun Projekte, darunter der "Skylink"-Terminal am Flughafen Wien sowie auch zwei Projekte der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG).

Auch der "Planlos Award" selbst wurde interessanterweise bereits nominiert – weil er 2011 "eine Blamage für die eigene Berufsgruppe" gewesen sei, wie sich ein User mokiert. (red, derStandard.at, 1.8.2013)