Wien - US-Außenminister John Kerry ist am Freitagvormittag aus Pakistan kommend in Wien zwischengelandet um aufzutanken. Das teilte die US-Botschaft in Wien der APA Freitagmittag auf Anfrage mit. Der Minister sei auf dem Weg nach Großbritannien gewesen. Er habe Wien bereits wieder verlassen.

Der Sprecher von Außenminister Michael Spindelegger, Alexander Schallenberg, teilte auf APA-Anfrage mit, es habe sich um einen technischen Zwischenstopp des US-Außenministers Kerry am Freitagvormittag in Wien gehandelt. Dieser sei nicht angekündigt gewesen. Gespräche habe es keine gegeben.

Ein Twitter-Bild zeigt Kerry beim Fußballspielen auf dem Wiener Flughafen.

Muslimbrüder empört über Kerry

Die türkische Regierung hat Äußerungen von US-Außenminister John Kerry zur Entmachtung des ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi durch das Militär kritisiert. Über den Kurznachrichtendienst Twitter widersprach Vizeregierungschef Bekir Bozdag am Freitag dem US-Politiker, der erklärt hatte, die ägyptische Armee habe "die Demokratie wiederhergestellt".

"Hat das Militär die Demokratie auch in den Staaten der EU oder der USA wiederhergestellt? Putsche bringen keine Demokratie, sie ruinieren und zerstören den Weg der Demokratie. So wie in Ägypten", twitterte Bozdag.

Kerry hatte der Entmachtung Mursis durch das Militär nachträglich ihren Segen erteilt. In einem Interview des pakistanischen Fernsehsenders GEO TV sagt er, die Armee sei von Millionen Menschen, die ein Abgleiten Ägyptens ins Chaos befürchtet hätten, zum Eingreifen aufgefordert worden. "Ihr Ziel war es nicht - soweit wir das bisher beurteilen können - die Macht zu übernehmen." (APA/red, derStandard.at, 2.8.2013)