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Käufer für den A400M gesucht.

Foto: AP/Mori

Toulouse/Madrid - Wegen der angespannten Haushaltslage will Spanien 13 bestellte Militärtransporter vom Typ Airbus A400M an andere Länder verkaufen. Die Streitkräfte benötigten nur noch 14 statt 27 der neuen Propellermaschinen und habe der EADS -Tochter Airbus Military mitgeteilt, dass die restlichen Exemplare für den Export freigegeben würden, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters aus Ministeriumskreisen.

Aus Verteidigungskreisen verlautete zudem, auch andere Staaten wie Frankreich prüften, ob sie ihre bestellten Flieger weiterverkaufen könnten. Dem müssten aber alle beteiligten Nationen zustimmen. Der A400M ist ein 20-Milliarden-Euro-Projekt der Nato-Staaten Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Luxemburg, Spanien und der Türkei. Das Transportflugzeug wird mit einer Verspätung von vier Jahren ausgeliefert. Am Freitag wurde die erste Maschine auf dem Stützpunkt Orleans-Bricy südlich von Paris stationiert.

Bisher gibt es von den beteiligten Nato-Staaten insgesamt 170 Bestellungen. Davon entfallen 50 auf Frankreich. Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian legte am Freitag einen Haushaltsplan für die Rüstungsausgaben für die Zeit von 2014 bis 2019 vor. Darin sind nur 15 A400M aufgeführt. Über die restlichen 35 Bestellungen herrscht weiter Ungewissheit. Deutschland wird von seinen 53 Bestellungen wohl 13 für den Export freigeben.

Einziger Exportkunde für den A400M ist bisher allerdings Malaysia. Der südostasiatische Staat will vier Maschinen kaufen. Eine Airbus-Sprecherin sagte, der Export sei entscheidend, damit sich das Projekt rechne. Zusätzlich zu den bestehenden Bestellungen rechne man mit einem Bedarf von 400 Exemplaren in den kommenden 30 Jahren. (APA, 2.8.2013)