Innsbruck - Nur noch tot konnte eine vermisste deutsche Alpinistin am Sonntag in der Früh in Tirol geborgen werden. Die Frau war am Samstag mit ihrem Ehemann zu einer Bergtour auf den 3.225 Meter hohen Hinteren Daunkopf in den Stubaier Alpen aufgebrochen. Für einen Teil des Aufstiegs gingen die beiden getrennte Wege. Auf dieser Strecke dürfte die Frau tödlich abgestürzt sein, wie die Polizei berichtete.

Nachdem der Mann seine Ehefrau weder auf der verabredeten Route noch am Abend beim Ausgangspunkt auf der Ambergerhütte wiedertraf, wurde um 19.10 Uhr die Bergrettung alarmiert. Noch in den Abendstunden des Samstags startete eine groß angelegte Suchaktion unter Einsatz der Bergrettung, der Alpinpolizei sowie eines Polizeihubschraubers. Die Suche musste aber um 22.30 Uhr aufgrund schlechter Wetterverhältnisse abgebrochen werden.

Sonntagfrüh wurde die Suchaktion fortgesetzt. Auch ein zweiter Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera kam dabei zum Einsatz. Um 08.10 Uhr wurde die Abgängige rund 50 Meter unterhalb des Berggrates in einer Randspalte des Sulztalferners auf einer Seehöhe von 3.005 Metern tot aufgefunden. Die Frau dürfte über steiles, felsiges Gelände abgestürzt sein. (APA, 5.8.2013)