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Eine große Anzahl von Reben wurden durch Hagel vernichtet.

Foto: apa/epa/Caroline Blumberg

Bordeaux - Ein heftiger Hagelsturm hat große Schäden im französischen Bordeaux angerichtet. Insgesamt sind 10.000 Hektar betroffen, von denen mehrere tausend komplett zerstört wurden, wie aus einer ersten Bilanz hervorgeht. "Wir haben eine derartige Verwüstung auf einer solchen Fläche noch nie erlebt", sagte Philippe Aubadie von der Landwirtschaftskammer der Region Gironde. Auf 7.000 Hektar sei das Gebiet durch das Unwetter am Freitag zu 80 bis 100 Prozent zerstört worden. Das entspreche knapp fünf Prozent der gesamten Anbauregion.

Doppelter Rückschlag

Das französische Landwirtschaftsministerium will die Schäden prüfen und der Region möglicherweise Katastrophenhilfe zukommen lassen. Die Präfektur will Weinbauern nun erlauben, Trauben von anderen Weingütern anzukaufen und dies finanziell fördern.

Mehr als 1.000 Winzer sind den Angaben der Landwirtschaftskammer der Region Gironde zufolge betroffen. Die größten Schäden hinterließ der Hagel im Anbaugebiet Entre-deux-Mers etwa 40 Kilometer östlich der Stadt Bordeaux. Das Unwetter schädigt die diesjährige Weinernte, die ohnehin recht gering ausfallen sollte, zusätzlich. Erwartet wurde zuletzt ein Ertrag von 4,5 Millionen Hektolitern. 2012 lag die Ausbeute bei 5,4 Millionen Hektolitern. (APA, 6.8.2013)