Wien - Der börsenotierte Sektkonzern Schlumberger hat im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres (April bis Juni) 46,5 Mio. Euro umgesetzt, um 5,2 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Ergebnis sah weniger prickelnd aus: Schlumberger wies einen Verlust von 165.000 Euro aus. Im Vorjahreszeitraum hätte das Minus 195.000 Euro betragen, berücksichtigt man die Abspaltung der nun börsenotierten Gurktaler AG, in der das Kräuterspirituosengeschäft gebündelt ist.

Heuer plant Schlumberger keine Preiserhöhungen, wie es in einer Mitteilung hieß. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte der Konzern wegen der schwachen Weinernte seine Produkte verteuert. Heuer dürften sich die klimatischen Bedingungen in den Weinbaugebieten positiv auf den Ernteertrag auswirken, hofft das Management.

Ein gewisses Risiko durch Trockenheit, Hagelschäden oder ungünstige Bedingungen zur Weinlese sei zwar noch vorhanden, aber die Ausgangsposition sollte besser als im vorangegangenen Jahr sein, wird im Zwischenbericht ausgeführt.

Kunden halten sich zurück

Im traditionell schwachen ersten Quartal - Schlumberger macht einen Gutteil seines Geschäfts um die Weihnachtszeit - hat das Unternehmen sowohl in Österreich als auch Deutschland zugelegt. Im Inland sind vor allem die Eigenmarken Schlumberger und Hochriegel sowie die Kräuterschnäpse der Gurktaler AG gewachsen. Der Österreich-Umsatz stieg um 4,1 Prozent auf 26,6 Mio. Euro. Zu verdanken war das nicht zuletzt den Preiserhöhungen. In Deutschland betrug der Zuwachs 11,8 Prozent auf 12,8 Mio. Euro. In den Niederlanden schrumpfte das Geschäft hingegen um 1,4 Prozent auf 7,1 Mio. Euro.

Für 2013/14 geht Schlumberger von einer stabilen Entwicklung aus, wenngleich momentan Anzeichen bestünden, dass sich die Menschen auch im kommenden Quartal beim Geldausgeben zurückhalten. Eine Ergebnisprognose sei wegen der zentralen Bedeutung des Weihnachtsgeschäfts nicht möglich. (APA, 9.8.2013)