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Simon Anholt hat das Nation-Branding-Konzept für Österreich ausgearbeitet.

Foto: epa

Der Ministerrat hat am Dienstag das Konzept für eine "Nation Brand Austria" beschlossen. Unter dem Leitmotiv "Brückenbauer für die Welt" soll die Kampagne aus der Feder von Politikberater Simon Anholt "die Sichtbarkeit, Relevanz und Wiedererkennbarkeit Österreichs" im Ausland nachhaltig stärken, wird Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner in der Presseaussendung zitiert. Derzeit ist Österreich beim Anholt-GfK Roper Nation Brands Index auf Platz 13 gereiht.

Um die gesteckten Ziele zeitnah zu erreichen, werden eine eigene Nation Brand Agency und ein neues Webportal als zentrale Anlaufstelle eingerichtet.

Vier Pilotprojekte

Zu Beginn wird sich die an das Wirtschaftsministerium angedockte Agentur mit vier Pilotprojekten beschäftigen. Allen voran steht ein Kundenbindungsprogramm namens "Austria Card", um den Kontakt zwischen Österreich und Geschäftsleuten, Investoren, Touristen, Fachleuten, Forschern, Wissenschaftlern und Studenten aus dem Ausland zu erleichtern. Auch der architektonische Reichtum wird in dem Konzept aufgegriffen. Unter dem Projektnamen "Twinning Buildings" sollen historische Bauten im In- und Ausland, die über kulturelle Parallelen verfügen, miteinander in Kontext gesetzt werden.

Die Projekte "AidSurance" und "Rule of Law Trust Fund" sollen einerseits ermöglichen, dass Österreich bei Naturkatastrophen für Entwicklungsländer die Bezahlung von künftigen Versicherungsprämien übernimmt, andererseits sollen durch hierzulande eingerichtete Treuhandfonds "internationale Akteure bei der Stärkung ihrer Rechtsgrundsätze" unterstützt werden.

Einrichtung eines Public Dimplomacy Sekretariats

Außerdem wird im Außenministerium ein Public Diplomacy Sekretariat eingerichtet, um die Ideale, Einrichtungen und nationalen Ziele des Landes international deutlicher zu kommunizieren. Als verlängerter Arm sollen die Auslandsbüros der Österreich Werbung, der ABA-Invest in Austria, das Auslandsnetzwerk der WKÖ, die Offices of Science and Technology Austria sowie die Mobilitätsakteure wie OeAD und KulturKontakt und sprachenpolitische Instrumente  wie ÖSD und ÖI in die Initiative eingebunden werden.

Das Konzept wurde in den letzten zehn Monaten unter 272 Teilnehmern aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kunst und Kultur, Bildung, Medien und Zivilgesellschaft diskutiert, operativ beteiligt sind das Wirtschaftsministerium, das Außenministerium, das Infrastrukturministerium und das Bundeskanzleramt. (red, derStandard.at, 13.8.2013)