Die Ölpreise haben am frühen Montagnachmittag uneinheitlich tendiert. Gegen 14 Uhr kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) 106,65 Dollar und damit 0,22 Prozent mehr als am Freitag. Der Future auf ein Barrel der Nordseesorte Brent wurde mit 110,87 Dollar gehandelt, und damit um 0,15 Prozent tiefer als zuletzt.

Marktteilnehmer berichteten jedoch von einem ruhigen Geschäft zum Wochenauftakt und verwiesen auf den heutigen Feiertag in London. Im Frühhandel war der Brent-Ölpreis noch auf knapp 111,7 Dollar und damit den höchsten Stand seit Anfang März gestiegen, drehte im weiteren Verlauf allerdings leicht ins Minus ab.

Unterstützung verleihen vor allem die Nachrichten auf dem Mittleren Osten. Während in Ägypten die blutigen Unruhen das Land spalten und dem Bürgerkrieg nahe bringen, ist auch die Lage in Syrien eskaliert, berichtet die Commerzbank in ihrer aktuellen Studie. Doch solange die wichtige Infrastruktur im Nahen Osten nicht gefährdet und kein Übergreifen auf die anderen Länder der Region zu befürchten ist, dürfte der Ölpreis keine großen Sprünge nach oben machen, so die Commerzbank-Analysten weiter. Einem starken Preisanstieg stehe die entspannte Versorgungslage gegenüber.

Der Goldpreis lag am frühen Nachmittag bei 1.394,85 Dollar je Feinunze. Das Nachmittags-Fixing in London lag am Freitag bei 1.377,50 Dollar. Im Frühhandel konnte der Goldpreis zum ersten Mal seit Anfang Juni wieder kurzzeitig die psychologisch wichtige Marke von 1.400 Dollar überwinden, kam dann aber etwas zurück. Offenbar sorgen auch hier unter anderem die geopolitischen Risiken im Nahen Osten und Nordafrika für Unterstützung, hieß es dazu von der Commerzbank.  (APA, 26.8.2013)