Frankfurt am Main - Die europäischen Leitbörsen haben den Handel am Dienstag mit Kursverlusten beendet. Der Euro-Stoxx-50 verlor um 35,37 Einheiten oder 1,25 Prozent auf 2.787,98 Zähler. Marktteilnehmer verwiesen auf Sorgen um eine konjunkturelle Abschwächung in Asien als Belastungsfaktor.

Daneben warten die Anleger weiter auf das Sitzungsprotokoll der Fed, welches am morgigen Mittwoch zur Veröffentlichung ansteht. Von diesem erhoffen sich die Investoren neue Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der Fed, nachdem es zuletzt vermehrt Spekulationen gegeben hatte, dass die Notenbank ihre Anleihen-Ankäufe bereits im kommenden Monat einschränken könnte.

Ein europäischer Branchenvergleich wies unter anderem Bank- und Versicherungswerte als klare Kursverlierer aus. So schlossen Societe Generale (minus 2,84 Prozent) und Banco Santander (minus 2,19 Prozent) deutliche schwächer. Auch Deutsche Bank sackten um klare 1,67 Prozent auf 33,235 Euro ab. Teilweise reagierten Bankenwerte negativ auf Medienberichte über Forderungen der Fed an die Kapitalplanung großer US-Kreditinstitute, hieß es aus dem Markt. Unter den Versicherern gaben AXA klare 3,83 Prozent auf 17,325 Euro ab und rutschten damit ans Ende des Euro-Stoxx-50.

Bau- und Rohstoffwerte unter Druck

Unter Druck gerieten zudem Bau- und Rohstoffwerte. CRH büßten 2,92 Prozent auf 16,30 Euro ein. Der irische Baustoffkonzern hatte zuvor seine Gewinnprognose (Ebitda) für das zweite Halbjahr gesenkt. Daneben mussten ArcelorMittal mit einem Minus von 3,06 Prozent auf 9,868 Euro deutlich Terrain abgeben.

Einziger Kursgewinner im europäischen Leitindex waren zum Handelsschluss Bayer. Die Aktien des Pharmakonzerns erhöhte sich um 0,30 Prozent auf 87,51 Euro. Das japanische Gesundheitsministerium hat Bayer eine Zulassung für den Verkauf der Arznei zur Behandlung von Patienten mit Magen-Darm-Tumoren (Gist) erteilt.

Unter Druck gerieten außerdem Autowerte. Volkswagen gaben 1,79 Prozent auf 180,70 Euro ab. Die Vorzugsaktien der Wolfsburger litten Händlern zufolge unter den Aussagen von Porsche-Chef Matthias Müller im "Westfalen-Blatt", der für die VW-Sportwagentochter erneut ein Rekordjahr erwartet und eine solide Entwicklung in Nordamerika konstatierte, aber auch von einer spürbar rückläufigen Wachstumsdynamik in China sprach.

In Zürich rückten Lindt & Sprüngli in den Fokus der Anleger. Der Schokoladenhersteller hat im ersten Halbjahr einen Gewinnsprung gemacht. Unterm Strich verdiente das Unternehmen 48,8 Mio. Franken. Das sind 40,2 Prozent mehr als im Vorjahressemester. Die Aktien schlossen um 1,88 Prozent fester bei 3.790,0 Schweizer Franken. (APA, 12.8.2013)