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BZÖ-Chef Josef Bucher (re.) und Bündniskoordinator Markus Fauland bei der Plakatpräsentation.

Foto: apa/Techt

Beide müssen um den Einzug in den Nationalrat zittern, trotzdem haben sowohl BZÖ als auch Neos Wünsche und Bedingungen für eine Regierungszusammenarbeit.

BZÖ-Chef Josef Bucher nannte am Mittwoch als zentrale Forderung eine Steuersenkung. Das Thema dominiert auch die zweite Plakatwelle, die am Vormittag präsentiert wurde. Auf den vier Plakaten mit einem sehr ernst blickenden Bucher finden sich die orangen Kernthemen: "Genug gezahlt - Überstunden steuerfrei", "Jobs schaffen - weniger Ämter, mehr Unternehmen", "Gleiche Rechte - Patchwork ist auch Familie" und "Steuern runter - fair teilen, statt umzuverteilen". Die Steuersenkung hob Bucher dann auch als zentrale Forderung hervor, schließlich handle es sich um die einzig wirkungsvolle Maßnahme, um die Wirtschaft anzukurbeln.

"Wenn jemand Gefallen findet an unseren politischen Ideen, wird er in uns einen Partner finden", sagte Bucher. "Selbstverständlich sind das unsere zentralen Bedingungen." Ohne die Umsetzung eines neuen Steuersystems sieht er keine Möglichkeit für eine Zusammenarbeit. "Das sind unsere Koalitionsbedingungen", denn die Bevölkerung habe genug von der derzeitigen Regierung, erklärte Bündniskoordinator Markus Fauland. Das BZÖ werde dabei im Gegensatz zu den Grünen auch nicht "den billigen August" abgeben.

Neos wollen mit ÖVP und Grünen zusammenarbeiten

Neos-Spitzenkandidat Matthias Strolz erklärte hingegen seine Präferenzen für eine Dreierkoalition mit ÖVP und Grünen, auch wenn sich das eher nicht ausgehen werde. Viele in der Partei würden jedoch für diese Variante eintreten, weil man mit der ÖVP und den Grünen die größte Schnittmenge habe.

Eine Koalition mit der FPÖ schloss Strolz aus. Mit den Freiheitlichen würde man sich vor allem wegen deren Ausländerpolitik "schwertun". "Ich will die FPÖ allerdings auch nicht verteufeln", so Strolz. Auch mit den Freiheitlichen gebe es Schnittmengen.

Eine Zusammenarbeit mit dem Team Stronach sei hingegen vorstellbar. Frank Stronach selbst sei "nicht grundsätzlich ungut", dessen Partei wolle Erneuerung. Es komme jedoch sehr darauf an, wer dort nach der Wahl das Ruder in der Hand habe. Zudem müsse Stronach seinen Hauptwohnsitz nach Österreich verlegen, um für die Neos als Partner infrage zu kommen. "Ich kann mir auch vorstellen, dass wir eine SPÖ oder ÖVP-Minderheitsregierung unterstützen", so Strolz. Dabei würde man auch im Parlament danach trachten, mit "Sachkoalitionen" zu operieren. (APA/red, derStandard.at, 21.8.2013)