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Alles richtig gemacht, Zoran Barisic.

Foto: APA/Fohringer

Rapid hat seine Berg-und-Tal-Fahrt fortgesetzt. Am Donnerstagabend war in Tiflis eindeutig der Berg an der Reihe. Denn die Hütteldorfer qualifizierten sich ganz locker für die Gruppenphase der Europa League. Dila Gori, der Vizemeister von Georgien, wurde locker mit 3:0 geschlagen. Addiert man das 1:0 vom Hinspiel dazu, endete die Begegnung 4:0.

Trainer Zoran Barisic wusste nicht, was Dila Gori in der Offensive zu bieten hat. Denn vor einer Woche im Hanappi-Stadion wurde eine Mauer aufgebaut. Nach wenigen Minuten im gut gefüllten Micheil-Meschi-Stadion (24.000 Zuschauer) herrschte Klarheit. Dila Gori hat in der Offensive wenig zu bieten. Rapid geriet selten bis nie in Gefahr. Goalie Jan Novota musste nur zweimal eingreifen, er tat es mit Bravour. Die Gäste waren gefährlicher, kombinationssicherer, schlossen Freundschaft mit dem Ball. Marcel Sabitzer (21.) und Steffen Hofmann (37.) vergaben gute Chancen, Guido Burgstaller traf die Latte (42.).

In der Nachspielzeit drückte sich die Dominanz dann ziemlich direkt aus. Ein wunderbarer Pass von Hofmann zu Louis Schaub, der 18-Jährige schlenzte den Ball mit dem linken Fuß elegant zum 1:0 ins Tor. Schaub hatte bereits im Hinspiel getroffen. Die Sache war somit geklärt. Rapid, am vergangenen Sonntag in der Meisterschaft von Grödig mit 0:1 gekränkt, spulte den Rest souverän ab. Sabitzer erzielte das 2:0 (63.), erneut hatte Kapitän Hofmann wunderbar aufgelegt.

In der 90. Minute fixierte Brian Behrendt auch noch das 3:0, der 21-Jährige legte dabei ein Solo durch halb Georgien hin. Dila Gori ist nämlich auch in der Defensive maximal Durchschnitt, was die Leistung der Rapidler natürlich nicht schmälern soll. Hofmann fasst die Partie so zusammen: "Wir waren als Mannschaft gut, sind völlig verdient aufgestiegen.“ Barisic teilte diese Einschätzung. Louis Schaub beurteilte seine Leistung so: "Dass ich im Europacup so oft treffe, ist einfach nur Zufall."

Und so darf Rapid zum vierten Mal in fünf Jahren an der Gruppenphase der Europa League teilnehmen. Gelost wird sie am Freitag (12.45 Uhr) in Nyon. Das Startgeld beträgt 1,3 Millionen Euro, jeder Sieg ist 200.000 Euro wert, ein Unentschieden 100.000. Rapid teil sich das Happel-Stadion mit der Austria. (red, DER STANDARD, 30.8.2013)

Europa-League-Playoff, Rückspiel, Donnerstag

FC Dila Gori - SK Rapid Wien 0:3 (0:1)
Tiflis, Micheil-Meschi-Stadion, 24.000 Zuschauer, SR Balaj (ROM)

Tore:
0:1 (45.+1) Schaub
0:2 (63.) Sabitzer
0:3 (90.) Behrendt

Dila Gori: Revishvili - Gongadze, Kobakhidze, Khizaneishvili, Tomashvili (59. Kvakhadze), Guruli (46. Gorelishvili) - Gvalia, Bolkvadze, Maisuradze (46. Modebadze) - Dolidze, Iluridze

Rapid: Novota - Trimmel, Sonnleitner, Dibon, Schrammel - Petsos, Pichler - Schaub (67. Grozurek), Hofmann (81. Behrendt), Burgstaller (75. Palla) - Sabitzer

Gelbe Karten: Revishvili, Gongadze, Tomashvili, Kobakhidze, Modebadze, Gorelishvili bzw. Dibon, Novota