Bild nicht mehr verfügbar.

Demnächst sollen in der Fußgängerzone Sitzbänke aufgestellt werden, damit Radfahrer langsamer fahren.

Foto: APA/HERBERT PFARRHOFER

Wien - Die nächste Änderung an der Mariahilfer Straße ist fix: Die in der Fußgängerzone neben der Busspur auf dem Boden aufgebrachten Fahrradsymbole inklusive eines stadtauswärts führenden Pfeils werden entfernt. Das teilte Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) am Montag mit.

Die Markierung sei lediglich als Empfehlung für Radfahrer gedacht, dort und nicht auf der Busspur unterwegs zu sein (was stadtauswärts nämlich nicht erlaubt ist, Anm.), begründete Vassilakou den Schritt. Die meisten Radler hätten den Streifen jedoch für einen Radweg gehalten, was zu Konflikten mit Fußgängern geführt habe.

"Das Radsymbol wird in nächster Zeit weggefräst", kündigte die Verkehrsstadträtin an. Das Symbol sei ohnehin nicht ihre Idee gewesen, sondern eine Forderung des Betriebsrats der Wiener Linien, die wie vereinbart umgesetzt worden sei.

Konflikte mit Fußgängern

Der Pseudo-Radweg führte jedoch immer wieder zu Auseinandersetzungen. Denn viele Radfahrer waren der Meinung, auf einem Radweg unterwegs zu sein. Sie forderten Fußgänger mitunter lautstark zum Verlassen des Bereichs auf. Tatsächlich ist der relativ schmale Streifen zwischen Busspur und Gehsteig aber ein regulärer Teil der Fußgängerzone, den sowohl Passanten als auch Radler benutzen dürfen.

Auch andere Korrekturen werden vorbereitet: In den nächsten Tagen sollen in der Fußgängerzone - also in jenem Abschnitt ohne Busspur - Sitzbänke aufgestellt werden, um Radfahrer zu motivieren, die Geschwindigkeit zu reduzieren. (APA, 2.9.2013)