Das Bild zeigt ein Ei der Spulwurm-Spezies Ascaris lumbricoides, das Forscher am Steißbein von Richard III. entdeckt haben. Der schwarze Balken entspricht einer Länge von 20 Mikrometer (Quelle: Piers Mitchell, University of Cambridge). 

Richard III. litt unter Spulwurminfektion

Der vor einem Jahr unter einem Parkplatz in Leicester entdeckten Leiche von Richard III. (1452- 1485) droht ein ähnliches Schicksal wie Ötzi: Nichts, aber auch schon gar nichts wird der Forschung verborgen bleiben. Die jüngste Entdeckung, über die britische Paläoarchäologen im Fachblatt "The Lancet" berichten: Konservierte Eier von Spulwürmern im Beckenbereich des Gerippes lassen darauf schließen, dass die Gedärme des Königs von Spulwürmern befallen waren. (tasch)

Abstract
The Lancet: The intestinal parasites of King Richard III

Kärpflingsart hält Fortpflanzungsrekord

Keine Wirbeltierart kann es früher: Prachtgrundkärpflinge, die in ostafrikanischen Tümpeln leben, pflanzen sich schon 17 Tage nach dem Schlüpfen fort. Die Fische lieferten sich dabei einen Wettlauf mit der nächsten Trockenzeit, berichten tschechische Forscher im Online-Fachblatt "EvoDevo". Nur als Fischlarve können die Tiere, im Schlamm ihres Wasserlochs vergraben, monatelange Trockenheit überleben. Bei Labormäusen, die ebenfalls als Vermehrungskünstler gelten, werden die Nachkommen frühestens nach etwa 23 Tagen geschlechtsreif. (red, APA, DER STANDARD, 4.9.2013)

Abstract
EvoDevo: Rapid growth, early maturation and short generation time in African annual fishes