Peking - Unter Ausschluß der Öffentlichkeit ist am Freitag in Shanghai der Prozeß gegen einen chinesischen Computerunternehmer zu Ende gegangen, dem Weitergabe von Internetadressen an eine Dissidentengruppe vorgeworfen wird. Nach vier Stunden war das Verfahren abgeschlossen, wie der Verteidiger des 30jährigen Lin Hai telefonisch mitteilte. "Ich fürchte, es sieht nicht gut für Lin Hai aus. Ich denke, er wird für schuldig befunden", sagte Anwalt Wang Wenjiang. Das Urteil werde vermutlich in der kommenden Woche gefällt. Lin Hai droht im Fall der Verurteilung eine lebenslange Haftstrafe.