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Georgios Printezis & Co. verpassen Spanien eine zweite Turnier-Niederlage

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Tony Parker mit einer unfreiwilligen Verschnaufpause.

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Ljubljana - Griechenland hat sich in die Herren-Basketball-EM in Slowenien zurück gemeldet. Der Europameister von 2005 besiegte am frühen Donnerstagabend Spanien 79:75 (41:38) und hielt damit seine Chancen auf den Einzug in die K.o.-Phase intakt. Der Titelverteidiger hingegen musste die zweite Niederlage im Turnier einstecken.

Die Griechen standen als siegloser Letzter der Gruppe F vor dem Spitzenspiel mit dem Rücken zur Wand, was man ihnen zunächst auch deutlich anmerkte. Aber sie haben einen Vassilis Spanoulis in ihren Reihen. Der "MVP" der Euroleague brachte sein Team nicht nur knapp vor der Pause erstmals überhaupt in Führung. Er sorgte auch nach einem Acht-Punkte-Rückstand zu Beginn des Schlussviertels als Denker, Lenker und Scorer noch für die Wende. Für den Guard standen letztlich 20 Punkte zu Buche. Spanien nützten auch je 20 Zähler von Rudy Fernandez und Marc Gasol nichts.

Slowenien in Fahrt

Sloweniens Basketball-Herren haben am Donnerstagabend für Begeisterung unter den Fans in Ljubljana und wohl auch im gesamten Land gesorgt. Die Gastgeber bezwangen bei ihrem Zwischenrunden-Erstauftritt in der Stozice Arena die Auswahl Italiens 84:77 (45:39). Für die Azzurri war es die erste Niederlage im sechsten Turnierspiel. Beide Teams sind auf Kurs ins Viertelfinale.

Eine Überraschung gab es vor dem Aufwurf: In der offiziell 12.500 Zuschauer fassenden Halle blieben doch Plätze frei, obwohl Tickets für alle EuroBasket-Partien mit Beteiligung Sloweniens als vergriffen gelten. Die Stimmung war jedenfalls fantastisch. Mehrheitlich standen die Fans natürlich im Lager des Gastgebers, der mit der Unterstützung von den Rängen immer mehr Fahrt aufnahm. Angeführt von ihrem NBA-Star Goran Dragic (22 Punkte, 6 Assists) stachen bei den Slowenen auch dessen jüngerer Bruder Zoran Dragic (15 Punkte, 10 Rebounds) sowie Routinier Bostjan Nachbar (13 Punkte, 6 Rebounds) heraus.

Kroatien schlägt Finnland

Kroatien hat am Donenrstagnachmittag einen Schritt in Richtung Viertelfinale gesetzt. Der Gewinner der Österreich-Gruppe in der Qualifikation im Sommer 2012 setzte sich in seinem ersten Spiel der Zwischenrunde (Gruppe F) gegen Finnland souverän 88:63 (39:20) durch. Die K.o.-Phase ist damit greifbar.

Kroatien, mit sieben Spielern im Kader, die im vergangenen Jahr auch gegen die ÖBV-Auswahl dabei waren, übernahm dank eines viertelübergreifenden 14:0-Runs schon vor der Pause die Kontrolle über die Partie. Trotz der klaren Niederlage vom Donnerstag ist Finnlands Aufschwung im Basketball unverkennbar. 2006 und 2007 kämpfte "Team Suomi" noch in der (früheren) Division B in einer Gruppe mit Österreich um den Aufstieg. Sechs der damaligen Spieler stehen in jener Auswahl, die nun zum zweiten Mal hintereinander die EM-Zwischenrunde der besten zwölf Nationen erreicht hat.

Frankreich stolpert am Mittwoch

Vize-Europameister Frankreich ist mit einer überraschend deutlichen Niederlage in die Zwischenrunde der EM in Slowenien gestartet und hat damit die Chance auf den vorzeitigen Einzug ins Viertelfinale vergeben. Das Team um NBA-Superstar Tony Parker musste am Mittwochabend beim 62:76 (27:32) gegen Litauen seine zweite Turnier-Niederlage nach der Auftaktpleite gegen Deutschland hinnehmen. Dagegen steht Gruppengegner Serbien nach dem 76:69 (40:36) gegen Schlusslicht Belgien mit einem Bein in der Runde der letzten Acht.

Am Nachmittag hatte Lettland in der Stozice Hall von Ljubljana bereits einen deutlichen 85:51 (42:22)-Sieg gegen die Ukraine gefeiert und damit die Chancen auf den Einzug ins Viertelfinale gewahrt. In Gruppe E liegt nun der achtmalige Europameister Serbien mit sechs Punkten an der Spitze. Frankreich und Litauen folgen mit jeweils fünf Zählern vor Lettland und der Ukraine (jeweils 4). (APA/sid, 12.9.2013)