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Auch wenn regelmäßige Medienberichte über Überfälle es nicht vermuten lassen: Die Zahl der Raube ging etwa bei Trafiken innerhalb von drei Jahren um 60 Prozent zurück.

Foto: APA/ROLAND SCHLAGER

Wien - Wiener Betriebe werden deutlich seltener ausgeraubt als noch vor einigen Jahren. Entsprechende Zahlen präsentieren Wiens Vize-Polizeipräsident Karl Mahrer und Wirtschaftskammerpräsidentin Brigitte Jank am Donnerstag. Sie deuteten die erfreuliche Entwicklung als Kooperationserfolg zwischen Exekutive und Unternehmensvertretung. Allerdings sind in letzter Zeit besonders Gastronomen und Friseure Opfer von Kriminalität. Schwerpunktmaßnahmen sollen hier nun Abhilfe schaffen, wurde in einer Pressekonferenz angekündigt.

Kammer und Polizei würden seit Jahren eng zusammenarbeiten, um Delikte zurückzudrängen. In einigen Bereichen ist dies offenbar gelungen. So wurden Trafiken im Vorjahr um rund 60 Prozent weniger überfallen als noch 2009. Bei Drogerien und Supermärkten betrug das Minus 40 Prozent. Im Bereich Tankstellenraub darf man sich über einen Rückgang von 20 Prozent, bei den Taxlern um zehn Prozent freuen. Auch Banken sind inzwischen seltener Ziel von Räubern.

Schulungsmaßnahmen sollen verantwortlich sein

Dazu beigetragen haben laut Jank und Mahrer diverse Schulungs- und Informationsmaßnahmen für Unternehmer. Sie werden beispielsweise trainiert, wie geplante Überfälle noch vor der Durchführung erkannt werden können, welche Aufrüstungsmöglichkeiten es gibt - beispielsweise Sicherheitstüren oder Videokameras - oder Verhaltenstrainings während eines Überfalls. Ein SMS-Infoservice warnt zudem Kaufleute, wo gerade Trickbetrüger unterwegs oder falsche Banknoten im Umlauf sind.

Problembereiche gibt es allerdings nach wie vor - überwiegend Einbrüche betreffend. Hier hätten sich die Delikte vorrangig auf Gastrobetriebe und Friseurgeschäfte verlagert, hieß es heute. Deshalb will man nun die Schulungsmaßnahmen in erster Linie hier anbieten. (APA, 12.9.2013)