Zum Vergrößern klicken (Quelle: NASA/Wallops/Mid-Atlantic Regional Spaceport).

Ein tragisches Opfer der Wissenschaft, festgehalten von einer automatischen Kamera am vergangenen Samstag: Der bedauernswerte Frosch links oben im Kreis dürfte wohl die Freude der NASA-Forscher über den geglückten Lift-off der Mondsonde LADEE (der Standard.at berichtete) nicht geteilt haben. Offensichtlich hielt sich das Amphibium am Mid-Atlantic Regional Spaceport auf Wallops Island im US-Bundesstaat Virginia eine Spur zu nahe am Geschehen auf, als es die gewaltigen Kräfte des Triebwerks einer "Minotaur V"-Rakete erfassten und in die Luft katapultierten.

Die Chancen stehen gut, dass der Frosch nicht der einzige Leidtragende des Starts war. Ein nahe gelegenes Wasserreservoir dient zum Schutz der Startrampe vor Schäden durch die Triebwerke sowie zu Minderung des Startlärms; offenbar zieht das Becken auch Wassertiere an, die darin ein vermeintlich gemütliches Zuhause sehen.

Die LADEE-Sonde ("Lunar Atmosphere and Dust Environment Explorer") soll nach 30-tägiger Anreise zum Erdtrabanten Daten über die dünne Mond-Atmosphäre sammeln und unter anderem nach Wassermolekülen suchen. Darüber hinaus soll sie erforschen, wie Eis auf den Polen des Mondes entstehen konnte. Am Ende der für rund 100 Tage geplanten Mission wird LADEE auf dem Himmelskörper zerschellen. (red, derStandard.at, 13.09.2013)