Wien - Trotz intensiver Bemühungen sind die Erfolge beim Zurückdrängen von Kohlendioxid (CO2), dem Haupttreiber des Klimawandels, mäßig - und mit unnötig hohen Kosten verbunden. "Europa beschreitet bei der CO2-Reduktion den teuersten Weg", sagte Florian Haslauer vom Beratungsunternehmen A.T.Kearney.

In der Studie "Energiewende - Fiktion und Wirklichkeit" zeigt A.T.Kearney auf, dass die Vermeidung von einer Tonne CO2 mit rund 154 Euro zu Buche schlägt, wenn Kohlekraftwerke durch Gaskraftwerke ersetzt werden. Bei Windkraftwerken fielen hingegen Kosten von knapp 530 Euro je Tonne eingespartem CO2 an.

Die Vermeidung von CO2 habe oberste Priorität, sagte Haslauer, das sei Konsens in Europa. Der Staat soll vorgeben, wie viel Megawatt Strom aus Windkraft oder Fotovoltaik pro Jahr zugebaut werden sollen und den Zuschlag dem günstigsten Anbieter geben. Statt der Einspeisetarife sollte es Investitionsförderungen geben.

Die E-Control hat zuletzt gemeint, ein Quotenmodell käme für Österreich eher nicht infrage, weil davon nur die großen Energieversorger profitierten. (stro, DER STANDARD, 18.9.2013)