New York/Damaskus/Ankara - Der türkische Präsident Abdullah Gül hat sich besorgt über den Vormarsch jihadistischer Gruppen im Syrien-Konflikt an der Grenze zur Türkei geäußert. Wie türkische Medien am Montag berichteten, räumte Gül ein, dass "Terroristen" in die Türkei einsickerten. Es gelinge nicht, das zu verhindern - "trotz aller Vorsichtsmaßnahmen und dem Einsatz von Geschützen und Panzern" an der türkisch-syrischen Grenze, sagte Gül türkischen Journalisten in New York , wo er sich wegen der Generaldebatte der UN-Vollversammlung aufhielt.

Die islamistischen Gruppen seien Grund zu Sorgen um die nationale Sicherheit, sagte Gül laut der Zeitung "Hürriyet". Erschwert werde die Lage durch den Umstand, dass die Grenze zwischen beiden Ländern 910 Kilometer lang sei. Die Opposition wirft der islamisch-konservativen Regierung von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan vor, die Grenze nicht genügend zu sichern.

Am vergangenen Mittwoch hatten Jihadisten nach einem stundenlangen Feuergefecht mit der von der Türkei unterstützten Freien Syrischen Armee die an der Grenze gelegene syrische Stadt Asas eingenommen. Vor dem Konflikt in Syrien flüchteten mehr als eine halbe Million Syrer in die Türkei. (APA, 23.9.2013)