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Michael Sollbauer, Mihret Topcagic, Sandro Gotal und Michele Polverino spielen für Wolfsberg. In Wien-Hütteldorf fühlen sie sich aber auch wohl.

Foto: apa/punz

Wien - Rapid bleibt der Lieblingsgegner des WAC: Die Kärntner siegten am Samstag in der 10. Bundesliga-Runde vor 12.200 Zuschauern im Hanappi-Stadion nach 0:2-Rückstand noch mit 2:4 (2:1). Die Hütteldorfer blieben damit auch im sechsten Duell mit den Kärntnern sieglos und verpatzten die Generalprobe für das Europa-League-Heimspiel gegen Dynamo Kiew am Donnerstag grandios.

Zu Beginn roch alles nach einer Überraschung: Nach Toren von Louis Schaub (10.) und Thanos Petsos (20.) sahen dominierende Rapidler schon wie die Sieger aus. Michael Liendl (30.), Sandro Gotal (50.), Mihret Topcagic (56.) und Nemanja Rnic (70.) sorgten aber für die Wende. Der WAC setzte damit seinen Aufwärtstrend fort, blieb auch im dritten Meisterschaftsspiel unter Dietmar Kühbauer ungeschlagen und holte da schon den zweiten Sieg.

Hofmann kommt zurück

"Es wird langsam Zeit, dass wir gegen die Wolfsberger gewinnen", hatte sich Zoran Barisic vor der Partie weit aus dem Fenster gelehnt. Gegenüber dem 2:0 gegen Ried gab es in seiner Formation nur zwei Änderungen, der genesene Kapitän Steffen Hofmann rückte (für Lukas Grozurek) wieder in die Mannschaft, Harald Pichler versuchte sich anstelle von Brian Behrendt im defensiven Mittelfeld.

Die Wiener legten einen Blitzstart hin. WAC-Goalie Christian Dobnik konnte einen Hofmann-Freistoß nur kurz abwehren, den Abpraller versenkte Schaub souverän ins lange Eck (10.). Das 2:0 ließ nicht lange auf sich warten, Petsos nahm sich aus mehr als 20 Metern ein Herz und knallte den Ball via Unterkante der Latte ins Tor (20.). Wenig später vergab Hofmann dann die Riesenchance auf eine noch höhere Führung: Er kam im Strafraum völlig frei zum Abschluss - verfehlte aber unglaublicher Weise das Tor (27.).

Fehler- statt Abwehrkette

Das rächte sich schnell. Nach Topcagic-Flanke leitete Gotal den Ball mit der Brust weiter, Michele Polverino kam zwar nicht zum Schuss, dafür verwertete der dahinter postierte Liendl mit links zum Anschlusstreffer (30.). Rapid offenbarte große Mängel in der Abwehr. Unmittelbar nach der Pause brachte Petsos den Ball nicht weg, Liendl gab zur Mitte und Gotal spitzelte den Ball am kurzen Eck stehend ins Netz (51.). Dann wurde Topcagic am Fünfer völlig alleine gelassen und konnte seelenruhig einköpfeln (56.).

Barisic versuchte seiner Mannschaft mit der Hereinnahme von Marcel Sabitzer und Grozurek (für Hofmann und Burgstaller) neue Impulse zu geben, die erhoffte Wirkung blieb aber aus. Dafür gelang den Gästen noch der vierte Treffer: Rapid-Tormann Jan Novota konnte einen Kopfball von Topcagic nur kurz abwehren, Rnic staubte aus kurzer Distanz ab (70.).

Und jetzt Kiew

Die Kärntner kamen nach neun sieglosen Auswärtsauftritten in Folge wieder zu einem Auswärtssieg. Rapid muss sich flott errappeln, am Donnerstag geht es gegen Dynamo Kiew um die ersten Punkte in der Europa League. Bis am Samstag waren für das erste Heimspiel im Happel-Stadion 29.000 Karten verkauft. (red/APA - 28.9. 2013)

Bundesliga (10. Runde): 

Rapid Wien - WAC 2:4 (2:1). Hanappi-Stadion, 12.200, SR Drachta

Tore: 1:0 (10.) Schaub, 2:0 (20.) Petsos, 2:1 (30.) Liendl, 2:2 (51.) Gotal, 2:3 (56.) Topcagic, 2:4 (70.) Rnic

Rapid: Novota - Trimmel, Sonnleitner, Dibon, Palla - Pichler (73. Behrendt), Petsos - Schaub, S. Hofmann (61. Sabitzer), Burgstaller (61. Grozurek) - Boyd

WAC: Dobnik - Standfest, Sollbauer, Rnic, Baldauf - De Paula, Polverino - Kerhe, Liendl (90. Salentinig), Gotal (77. Jacobo)- Topcagic (72. Falk)

Gelbe Karten: Palla bzw. Sollbauer