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Am vergangenen Dienstag fielen in Düsseldorf 140 Flüge wegen eines Koffers aus. Wie sich herausstellte, befanden sich darin Mehl, Zimt und Stärke.

Foto: AP Photo/dpa, Henning Kaiser

Düsseldorf - Ein verdächtiger Koffer, der den Düsseldorfer Flughafen über Stunden lahmgelegt hat, wirft weiter Fragen auf. Nach Informationen von "Spiegel Online" waren in dem Gepäckstück drei Pakete, die nach einer ersten Analyse des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamts wiederum neun Kilogramm Mehl, Speisestärke und Zimt enthalten haben sollen.

Nach dem Kofferfund war am Dienstag vergangener Woche Großalarm an Deutschlands drittgrößtem Flughafen ausgelöst worden. Mehr als 10.000 Passagiere waren betroffen. 140 Flüge fielen aus. Andere Maschinen wurden umgeleitet oder konnten nur verspätet starten und landen.

Kein (Spreng-)Stoff

Bei dem Inhalt des Trolley konnte zunächst Sprengstoff nicht ausgeschlossen werden. Spezialkräfte beschossen das Gepäckstück daher mit einem Wassergewehr und öffneten es. Danach gingen die Ermittler zunächst von Rauschgift aus.

Wenige Tage später berichteten die Ermittler allerdings, dass sich der Drogenverdacht nicht erhärtet habe. "Analysen des Landeskriminalamts haben bisher weder Hinweise auf einen gefährlichen Stoff noch auf einen zunächst angenommenen Drogenfund ergeben. Ergänzende Laboruntersuchungen werden vorgenommen", teilte die Düsseldorfer Polizei am Freitag mit.

Das endgültige Ergebnis der kriminaltechnischen Untersuchungen solle an diesem Dienstag vorliegen, berichtete nun "Spiegel Online". Bei der Düsseldorfer Polizei war Dienstag früh zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar. (APA, 1.102013)