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Milanic hat einen Plan: "Wir wollen ein Tor mehr machen als der Gegner."

Foto: APA/ ERWIN SCHERIAU

Grödig/Graz - Sturm Graz hat sich nach einem schwachen Saisonstart wieder den Europacup-Plätzen in der Fußball-Bundesliga angenähert. Am Samstag (19.00 Uhr) haben die Schützlinge von Coach Darko Milanic die Chance, mit dem vierten Sieg in den jüngsten fünf Spielen bis auf zwei Zähler an den drittplatzierten Aufsteiger Grödig, der Heimrecht hat, heranzurücken.

Die Strategie der Steirer klingt einfach. "Wir wollen ein Tor mehr machen als der Gegner", gab Milanic die Marschroute vor. Seine Mannschaft wird jedenfalls voll gefordert werden. "Ich weiß, dass Grödig einen sehr guten Fußball spielt. Sie spielen sehr offensiv, machen bekanntlich sehr viele Tore, kriegen aber auch viele. Das heißt, wir müssen gegen den Ball gut spielen, unsere Ordnung halten und selber offensiv werden", sagte Sturms Trainer.

Kainz oder Weber statt Hadzic

Die Personalsituation der Grazer wurde gegenüber der vergangenen Woche schlechter, müssen sie doch den Ausfall von Anel Hadzic wegen eines Muskelfaserrisses verkraften. "Der Ausfall ist schon schade, weil Hadzic gut mit Offenbacher harmoniert hat. Aber wir haben auch noch Tobias Kainz und Manuel Weber. Es ist eine Chance für einen anderen Spieler zu zeigen, dass er einen Stammplatz haben möchte", sagte Milanic. Der Kader sei trotzdem noch sehr gut. "Wir haben 18 Leute, die bereit sind, drei Punkte zu holen und dort weitermachen wollen, wo wir in den letzten Spielen schon waren", war der Slowene optimistisch.

Während die Steirer nach dem knappen 1:0 gegen Wacker Innsbruck den zweiten Sieg in Serie anpeilen, geht es für den Aufsteiger darum, nach zwei sieglosen Partien mit einem 3:3-Remis gegen Innsbruck und einer 2:4-Niederlage zuletzt in Ried wieder auf die Erfolgsstraße zurückzukehren. "Wir werden uns auch gegen Sturm nicht verstecken und nach vorne spielen. Wir gehen auf den Fußballplatz, um die Leute zu begeistern und nicht, um uns hinten hineinzustellen", sprach Grödig-Coach Adi Hütter Klartext.

Grödiger Torverhältnis: 26:23

Das gelang den Salzburgern bisher eindrucksvoll. In den letzten vier Heimspielen erzielten sie immer mindestens drei Treffer, das Gesamt-Torverhältnis von 26:23 bürgt für spannende Spiele. "Ob es weiter Woche für Woche so ein Spektakel geben wird, das kann ich aber nicht garantieren", meinte Hütter. Das Spektakel habe jedenfalls zwei Seiten. "Auf der einen Seite ist es natürlich schön, wenn so viele Tore fallen, auf der anderen Seite sind die leichten und billigen Gegentore einfach zu viel", war sich Grödigs Trainer bewusst.

Die Grödiger entschieden das erste Saisonduell dank eines Doppelpacks von Toptorschütze Philipp Zulechner in Graz mit 2:0 für sich. Seither hat sich beim Gegner aber vieles verändert. "Sturm ist im Aufwind, die Mannschaft ist nicht mehr vergleichbar mit jener von den ersten Runden", sagte Hütter. Zudem sei aufgrund der Heimniederlage im direkten Duell mit einem topmotivierten Gegner zu rechnen. "Wir können uns Sturm aber mit einem weiteren Sieg noch ein wenig vom Leib halten", ist die Zielsetzung des 42-jährigen Hohenemsers klar. Ihm fehlen nur der verletzte Ione Cabrera und der gesperrte Mario Leitgeb. (APA, 4.10.2013)

SV Grödig - SK Sturm Graz (Untersbergarena, Samstag, 19.00 Uhr, SR Grobelnik). Bisheriges Saisonergebnis: 2:0 (a)

Grödig: Fend - Schubert, Hayden, Taboga, Zündel - Tschernegg - Huspek, Elsneg, Nutz, Boller - Zulechner

Ersatz: Stankovic - Karner, Strobl, Salamon, Tomi, Trdina, Sigurdsson

Es fehlen: Cabrera (verletzt), M. Leitgeb (gesperrt)

Sturm: Pliquett - Hölzl, Madl, Vujadinovic, Klem - M. Weber, Offenbacher - P. Wolf, Beichler, F. Kainz - Beric

Ersatz: Legat - Dudic, Hütter, Ranftl, T. Kainz, Kröpfl, Schloffer

Es fehlen: Kaufmann, Todorovski, Djuricin, Ehrenreich (rekonvaleszent), Hadzic (Muskelfaserriss), Gratzei (gesperrt)