Leverkusen - Am Sonntag geht es für Pep Guardiola erstmals mit dem FC Bayern aufs Oktoberfest. Und beim traditionellen Wiesn-Besuch soll bestens gelaunt auf einen weiteren Sieg angestoßen werden. Für dieses Ziel ist der spanische Starcoach mit David Alaba und Co. nach der Champions-League-Gala bei Manchester City direkt ins Rheinland geflogen, um eine optimale Vorbereitung auf das Topspiel der deutschen Fußball-Bundesliga am Samstag (18.30 Uhr) beim Tabellendritten Bayer Leverkusen zu gewährleisten.

"Leverkusen ist sehr gefährlich. Sie sind nur einen Punkt hinter uns", sagte Guardiola. Dem Katalanen kamen die Lobeshymnen nach dem 3:1 in Manchester zu früh. "Lob im Oktober ist nicht gut", mahnte Guardiola und erläuterte: "Erst im Frühjahr müssen wir unseren besten Fußball spielen." Auch Manuel Neuer warnte: "Es ist wichtig, dass wir jetzt nicht glauben, es läuft von alleine", mahnte der Goalie mit Blick auf die Champions-League-Vorstellung am Mittwoch, für die Vereinspräsident Uli Hoeneß die Bestnote "summa cum laude" vergeben hatte.

Danger, Danger

"Leverkusen ist gut drauf. Das ist ein gefährlicher, spielstarker Gegner", erklärte Philipp Lahm. Der Kapitän, der wieder im defensiven Mittelfeld spielen wird, erhielt am Freitag von seinem Trainer ein außergewöhnliches Lob. "Auf der Position ist es unmöglich, besser zu spielen als Philipp in den letzten Spielen", schwärmte Guardiola, der im Schlager wieder auf Alaba links in der Viererkette setzt.

Der ÖFB-Teamspieler forderte in Leverkusen höchste Konzentration. "Das ist das nächste schwere Spiel für uns. Wir wissen, dass wieder ein schwieriger Gegner auf uns wartet und wir alles dafür tun müssen, um erfolgreich zu sein."

Die Warnungen sind berechtigt, immerhin ist Bayer der letzte Bayern-Besieger in der Liga. Am 28. Oktober 2012 gewannen die Leverkusener in München mit 2:1, danach blieb der Titelverteidiger in 32 Meisterschaftspartien ohne Niederlage. "An guten Tagen", so Bayer-Torjäger Stefan Kießling, sei ein Erfolg wiederholbar: "Ich glaube nicht, dass die Bayern unschlagbar sind."

Borussen unter sich

Es könnte ein wegweisendes Wochenende werden, zumal sich auch Spitzenreiter Borussia Dortmund in einem schweren Auswärtsspiel in Mönchengladbach (mit Martin Stranzl) bewähren muss. "Mal schauen, was der Spieltag bringt. Wir wollen Tabellenführer werden", kündigte Bayern-Vorstand Karl-Heinz Rummenigge an.

In Stuttgart dürfte es zu einem Österreicher-Duell zwischen Martin Harnik und den Bremen-Legionären Zlatko Junuzovic und Sebastian Prödl kommen. Nürnberg empfängt mit Emanuel Pogatetz den Hamburger SV. Ob Christian Fuchs im Schalke-Heimmatch gegen Augsburg (Alexander Manninger, Raphael Holzhauser) im Kader steht, war ebenso noch offen wie der Einsatz von Mainz-Mittelfeldspieler Julian Baumgartlinger daheim gegen Hoffenheim.

Deutsche Bundesliga (8. Runde):

Freitag (20.30 Uhr): Hannover - Hertha BSC

Samstag (15.30 Uhr): Schalke (Fuchs) - Augsburg (Manninger, Holzhauser), Mönchengladbach (Stranzl) - Dortmund, Stuttgart (Harnik) - Bremen (Junuzovic, Prödl), Wolfsburg - Braunschweig, Mainz (Baumgartlinger) - Hoffenheim; 18.30 Uhr: Leverkusen - Bayern (Alaba)

Sonntag (15.30 Uhr): Nürnberg (Pogatetz) - Hamburg; 17.30 Uhr: Freiburg - Frankfurt