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Dominique Taboga (Grödig) gegen Robert Beric (Sturm), das ist ganz normale Kopfball-Brutalität.

Foto: APA/ Krug

Grödig - Mit einem 1:0 (0:0) in Grödig hat Sturm Graz in der 11. Runde seinen Erfolgslauf in der Bundesliga fortgesetzt. Dank des ersten Saisontreffers von Joker David Schloffer in der 74. Minute durften die Grazer am Samstag den vierten Sieg in den jüngsten fünf Ligaspielen bejubeln und zogen als Sechste zumindest bis zum Sonntag punktemäßig mit Rapid und der Wiener Austria (je 15) gleich.

Der erst im Finish gefährliche Aufsteiger, der die zweite Niederlage en suite kassierte und aus den jüngsten fünf Partien nur vier Punkte holte, blieb diesmal offensiv vieles schuldig - in den vergangenen vier Heimspielen hatten die Salzburger ja stets zumindest drei Treffer erzielt. Schon am Sonntag könnte man Platz drei an die Wiener Großclubs abgeben müssen.

Gefestigte Grödiger Defensive

Die Elf von Adi Hütter - ohne den verletzten Abwehrmann Ione Cabrera und den gesperrten Mario Leitgeb - versuchte das Spiel zu machen und hatte mehr Ballbesitz, ließ vor dem Sechzehner aber Gefährlichkeit und Kreativität vermissen. Immerhin erwies sich Grödig in der Defensive klar sicherer als in den vorangegangenen vier Partien, in denen man 15 Gegentore kassiert hatte.

Dem Siegtreffer näher war aber stets Sturm. Die Blackys versuchten immer wieder schnell umzuschalten und fanden auch mehrere Konterchancen vor. Erst vergab Florian Kainz, der in der 24. Minute nach Wolfs Zuspiel allein aus zwölf Metern am Tor vorbeischoss bzw. aus der zweiten Reihe an Goalie Fend scheiterte (37.). Dann musste Taboga kurz vor der Linie nach einem Wolf-Kopfball für seinen bereits geschlagenen Schlussmann klären (42.).

Gurkerl

Nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig am Bild. Vorerst wurde das vermeintliche 1:0 für Sturm durch Beichler nach einem Konter wegen Abseitsstellung noch abgepfiffen (64.), gut zehn Minuten später war es dann aber soweit: Nach einem Abwehrschnitzer Karners kam der Ball über Klem und Beichler, der das Spielgerät eigentlich nicht ordentlich traf, zu Schloffer, der per "Gurkerl" die durchaus verdiente Führung erzielte (74.).

Der Treffer ließ die Hausherren noch einmal mit nunmehr drei Stürmern zum Angriff blasen, Sturm-Goalie Pliquett machte allerdings eine Topchance von Zulechner per Kopf mit einer Glanzparade zunichte (81.), parierte einen Sigurdsson-Schuss sicher (84.) und hielt gegen Taboga (90.) endgültig den Sieg fest. (APA, 5.10.2013)

Bundesliga, 11. Runde, Samstag

SV Grödig - SK Sturm Graz 0:1 (0:0)
Untersbergarena, 2.026 Zuschauer, SR Grobelnik

Tor: 0:1 (74.) Schloffer

Grödig: Fend - Potzmann, Karner, Taboga, Zündel - Tschernegg, Nutz (76. Sigurdsson) - Huspek (46. Boller), Tomi (61. Elsneg), Salamon - Zulechner

Sturm: Pliquett - Hölzl, Madl, Vujadinovic, Klem - Wolf (72. Schloffer), Offenbacher, T. Kainz (83. Weber), F. Kainz (64. Kröpfl) - Beric, Beichler

Gelbe Karten: Boller, Tschernegg bzw. Beric, Beichler, Hölzl, Vujadinovic