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Dass er seine Arbeit liebt, ist Sebastian Vettel durchaus anzumerken.

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77 Punkte Vorsprung auf Fernando Alonso lassen die Wahrscheinlichkeit, dass der Deutsche Weltmeister wird, enorm steigen.

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Yeongam - Die Spannung des letzten Saisonviertels speist sich nur noch aus der Frage, wann Vettel als alter und neuer Champion feststeht. Nach seinem insgesamt achten Saisonsieg, ungefährdet vor den Lotus-Piloten Kimi Räikkönen und Romain Grosjean gefeiert, kann der 26-Jährige den Sack schon im 15. von 19 Rennen, auf seinem Lieblingskurs in Suzuka schließen. Dazu müsste Vettel siegen, was ziemlich wahrscheinlich ist, Verfolger Fernando Alonso dürfte jedoch gleichzeitig nicht besser als auf Rang neun abschließen. Das ist eher unwahrscheinlich, weil der Doppelweltmeister aus Spanien in seinem unterlegenen Ferrari verbissen um jeden Punkt und um seine insgesamt dritte Vizeweltmeisterschaft, die zweite in Folge, kämpft.

In Yeongam hätte das Rennen für Alonso leicht schon in Kurve drei zu Ende sein können, als sich Teamkollege Felipe Massa, der sich nach der Saison von der Scuderia verabschieden muss, nach einer ungestümen Attacke unmittelbar vor ihm gedreht hatte. Alonso wich gerade noch aus, verlor aber erstmals in dieser Saison in der ersten Runde eine Position gegenüber dem Start. Schlussendlich blieb ihm der sechste Platz, der seinen Rückstand auf 77 Zähler anwachsen ließ.

Vettel begeistert sich

An der Spitze hatte Vettel nach optimaler Nutzung seiner insgesamt 42. Pole-Position auf dem Weg zum 34. Sieg alles im Griff. "Es ist schon wieder fantastisch gelaufen. Ich liebe meine Arbeit, ich genieße den Moment", sagte er nach seinen 55 problemlosen Runden auf dem Korea International Circuit. "Es war nicht so einfach, wie es aussah", warf Teamchef Christian Horner ein. "Sebastian musste sehr diszipliniert fahren. Trotzdem war er in einer anderen Liga."

Im großen Rest des Feldes spielte es sich ordentlich ab. Der imposanteste Zwischenfall war ein Reifenplatzer am McLaren des Mexikaners Sergio Perez, der eine Safety-Car-Phase nach sich zog. Ein Brand nach unverschuldeter Kollision am Red Bull warf den Australier Mark Webber gänzlich aus dem Rennen.

Laudas Groll

Ein gröberes Frontflügelproblem am Mercedes von Nico Rosberg nahm den Deutschen unter heftigem Funkenflug aus dem Ringen um einen Spitzenplatz und brachte sein Team vorerst um Rang zwei in der Konstrukteurswertung. Da hat Ferrari nun einen Zähler Vorsprung, obwohl der Brasilianer Massa als Neunter nur zwei Zähler einfuhr. "Man verliert immer wieder unnötig Punkte", grollte auf RTL Mercedes-Aufsichtsrat Niki Lauda. "Das darf nicht passieren." (sid; lü, DER STANDARD, 7.10.2013)