Bild nicht mehr verfügbar.

Hast du mal Feuer? Spasiba!

Foto: Reuters

Sotschi - Beim symbolischen Staffellauf mit der Olympischen Flamme zu den Winterspielen in Sotschi ist am Sonntag ausgerechnet im Moskauer Kreml eine Panne passiert: Als der 60-jährige Ex-Olympionike Schawarsch Karapetjan die Flamme bei der Zeremonie mit Staatschef Wladimir Putin durch das russische Machtzentrum trug, erlosch diese. Der Läufer gestikulierte hilflos, setzte seinen Lauf aber fort. Die Fackel wurde dann von einem offiziellen Vertreter in schwarzem Gewand mit einem einfachen Feuerzeug aufs Neue entzündet.

Die Olympische Flamme wird der Tradition entsprechend aus dem griechischen Olympia zu den olympischen Sportstätten der Sommer- und Winterspiele getragen. Am Sonntag traf die Flamme aus Griechenland mit dem Flugzeug in Moskau ein - einer der Zwischenstationen auf dem Weg zu den Winterspielen von 2014 in Sotschi.

Die Original-Flamme aus Griechenland wurde in Moskau zunächst verwendet, um auf dem Roten Platz ein Feuer zu entfachen. An diesem Feuer wiederum wurde die Olympische Flamme für die weiteren Etappen entzündet. Karapetjan war der zweite Träger in einer längeren Staffel.

"Nicht zu viel Bedeutung beimessen"

Sotschi-Organisationschef Dmitri Schernischenko wollte das Erlöschen der Flamme nicht als besonders gravierend einstufen. "Ich würde dem nicht zu viel Bedeutung beimessen und die Leute aufrufen, darauf nicht zu sehr zu achten", sagte Schernischenko laut der Nachrichtenagentur RIA Nowosti, nachdem im Internet eine heftige Diskussion über den Vorfall eingesetzt hatte. Die Flamme sei erloschen, weil das Ventil der Fackel nicht weit genug geöffnet gewesen sei. Am Wind könne es nicht gelegen haben, das werde bei "zahllosen Tests" vorab geprüft.

Schernischenko erläuterte, die griechische Original-Flamme werde in 30 verschiedenen Containern aufbewahrt, sodass sie vor allen Olympischen Wettbewerben zur Verfügung stehen werde. Die Eröffnungszeremonie in Sotschi ist für den 7. Februar angesetzt. Bis dahin hat die Flamme noch einen langen Weg vor sich, darunter am 9. November eine Stipp-Visite in der Internationalen Raumstation ISS. Bei dieser Gelegenheit verzichten die Organisatoren darauf, die Flamme real brennend in den Weltraum und zurück zu transportieren. (APA, 6.10.2013)