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Das Online-Drogenportal Silk Road wurde geschlossen. Jetzt suchen die Nutzer nach Alternativen.

Foto: reuters

Am Mittwoch wurde bekannt, dass US-Fahndern ein Schlag gegen das Onlineportal Silk Road gelungen ist. Das illegale Portal galt als eines der einschlägigsten im Zusammenhang mit Drogenhandel. Die Seite wurde abgedreht und der Betreiber Ross Ulbricht festgenommen.

Der "Napster-Effekt"

Wie von Beobachtern befürchtet und prognostiziert, könnte auch dieses Mal ein gewisser "Napster-Effekt" eingetreten. Nach der Abschaltung des damals illegalen Download-Portals Napster sind neue Portale wie Pilze aus dem Boden geschossen. Mit der Abschaltung von Silk Road ist es mit dem Online-Drogenhandel jedenfalls noch nicht vorbei.

Panik

Laut "The Verge" sind die User von Silk Road regelrecht in Panik ausgebrochen, nachdem die Kunde der Stilllegung des Portals sie erreicht hatte. Sie hatten nicht nur Angst, eventuell vom FBI erwischt zu werden, sondern machten sich auch darüber Sorgen, wo sie ihre nächste Drogenration herbekommen könnten. Und die Alternativen für den nächsten Einkauf sind vorhanden.

Die Alternativen

So gibt es beispielsweise "Black Market Reloaded". Dieses Portal erlaubt im Gegensatz zu Silk Road auch den Verkauf von Waffen und Kinderpornografie. Das Portal selbst soll sehr langsam und seit Tagen nur schwer zu erreichen sein. Eine neuere Alternative ist "Deepbay", das auch über einen Twitter-Account verfügt, der die Tor-Adresse bekanntgibt und Spam verschickt. Das dritte bekanntere ist "Sheep Marketplace", das etwa die Hälfte von Angeboten an Drogen zu verzeichnen hat wie "Black Market Reloaded" – etwas über 1.400 Einträge.

Bitcoin und Tor

Bezahlt wird auf allen Plattformen mit Bitcoin, erreicht werden die Plattformen über Tor. Dennoch ist die Gefahr, betrogen zu werden, auf den Plattformen relativ hoch. So soll sich der Betreiber der ehemaligen Plattform "Atlantis Market" mit den Einlagen zahlreicher User davongemacht haben und die Plattform von einen Tag auf den anderen geschlossen haben. (red, derStandard.at, 7.10.2013)