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Präsidentin Kirchner auf dem Weg ins Spital.

Foto: APA/EPA/Molina

Buenos Aires - Argentiniens Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner ist am Dienstag wegen eines Blutergusses zwischen Gehirn und Schädel operiert worden. Ursache des Blutergusses war ein Sturz im August. Die Ärzte erwarten, dass sie nach der Operation wieder völlig genesen wird.

Fernandez hatte sich am Samstag auf Anraten ihrer Ärzte für einen Monat aus dem Amt zurückgezogen. Die Auszeit hat zur Folge, dass sich die Präsidentin auch an dem bis zum Monatsende laufenden Kongress-Wahlkampf nicht mehr beteiligen kann. Vize-Präsident Amado Boudou soll Fernandez vertreten.

Fernandez ist seit 2007 im Amt. Im vergangenen Jahr hatte sie sich nach einer Krebsdiagnose die Schilddrüse entfernen lassen. In späteren Tests erwies sich die Diagnose allerdings als unzutreffend. Die nächste Präsidentenwahl ist 2015.

Die Erkrankung erwischt Kirchner mitten im Wahlkampf. Am 27. Oktober finden in Argentinien Parlamentswahlen statt, die Hälfte der Abgeordneten und ein Drittel der Senatoren werden neu gewählt. Bei Vorwahlen im August hatte die peronistische Regierungskoalition Frente para la Victoria (FPV - Front für den Sieg) schwere Verluste erlitten. Zwar erzielten die FPV-Kandidaten landesweit mit 26,3 Prozent das beste Ergebnis. Vor zwei Jahren hatte Kirchner ihre Wiederwahl noch mit 54,1 Prozent der Stimmen gewonnen. (Reuters/APA, 8.10.2013)