Christian Schmidt in "Fata Morgana".

Foto: echtzeitfilm

Der österreichische Filmemacher Peter Schreiner ist ein Mann des Eigensinns. Seine Filme, bei denen er nicht nur Regie führt, sondern auch Produktion und Schnitt verantwortet, lassen sich keiner dominanten Stilrichtung zuordnen, führen Dokumentarisches mit Fiktionalem zusammen: Bellavista und Toto, in Schwarz-Weiß gedrehte Studien von Menschen mit engem Regelwerk, sind vor allem auf Festivals erfolgreich gelaufen. Seine neueste Arbeit, Fata Morgana, die morgen, Mittwoch, sowie am 13. 10. im Gartenbaukino zu sehen ist, erweitert die beiden Filme nun zur losen Trilogie.

Im Mittelpunkt steht ein von Giuliana Pachner und Christian Schmidt verkörpertes Paar, das in unüblich vielen Großaufnahmen beim Reden und Schweigen begleitet wird. Das Setting dieses Tête-à-Tête ist mindestens genauso bedeutsam: einerseits die libysche Wüste, andererseits die ländliche Lausitz in Deutschland - leere Räume, die den Dialogen, aber auch den Gesichtern der beiden Darsteller entsprechend Resonanz verleihen. Schreiners Kino ist eines der Kontemplation: Innen und Außen sind ohne klare Grenzen. (kam, DER STANDARD, 9.10.2013)