Okay. Wir werden uns damit abfinden. Es wird nun bald trüb, Nebel und Nieselregen werden zu ständigen Begleitern. Also suchen wir Trost: gute Nachrichten, gute Aussichten, Lebenslehre - all das existiert ja.

In Oberwaltersdorf bei Wien etwa lässt sich grade studieren, wie moderne Teams funktionieren ("Was die wollen, ist egal", lässt Frank Stronach seine Mitstreiter via "Kurier" wissen), und mehr von derart Lehrreichem ist zu erwarten.

Im Wiener Palais Trautson wiederum werden endlich wirksame Schritte zur Beschleunigung von Gerichtsverfahren gesetzt. Nicht wegen des zusätzlichen Gutachters im Verfahren Meinl (ja, das gibt es noch). Nein, nach zweijähriger Übergangsfrist dürfen ab Jänner Hunde und andere Tiere nicht mehr in Gerichtsgebäude, das hat Justizministerin Beatrix Karl verfügt. Im Fall der Hundsis von Richtern, Staatsanwälten und anderen Justizbediensteten führt das rein rechnerisch (Äußerln!) durchaus zur Verfahrensbeschleunigung.

Zugegeben, die Antwort auf die Frage der tierlieben "Krone" ("Wie verkraften das Hunde, die das Allein-daheim-Sein niemals in ihrem Leben gewöhnt waren?") gehört nicht zu den Stimmungsaufhellern.

Möglicherweise aber der Gedanke, dass sich vor dem ersten Schnee noch ein Kuhfladenweitwerfen ausgeht. Die erste Meisterschaft dieser Ertüchtigungsart ist zwar vorbei - aber vielleicht gehört die zweite "Goldene Kuhflade" schon uns. (Renate Graber, DER STANDARD, 9.10.2013)