Györ - Österreichs U21-Fußball-Nationalteam und die Alterskollegen aus Ungarn haben eines gemeinsam. Beide Mannschaften haben in der EM-Qualifikation gegen Bosnien-Herzegowina und Schlusslicht Albanien Siege gefeiert. Während die Magyaren mit ihren zwei Erfolgen noch makellos sind, hat die ÖFB-Auswahl auch schon die 2:6-Schlappe gegen Spitzenreiter Spanien in der Gruppe-4-Tabelle zu Buche stehen. Deshalb stehen die Schützlinge von Teamchef Werner Gregoritsch in Györ am Donnerstag (17.00 Uhr) etwas mehr unter Druck.

"Unser Ziel sind vier Punkte aus zwei Spielen, das müssen wir erreichen", sprach ÖFB-U21-Teamchef Werner Gregoritsch im Hinblick auf das "Doppel" (Heimspiel am 18. November) gegen Ungarn Klartext. Der 55-Jährige erwartete im ETO Park eine sehr interessante und spannende Partie. "Ungarn ist eine Mannschaft, die zu schlagen ist. Die Ungarn haben aber auch ihre Qualität, sie haben gegen Bosnien daheim vier Tore gemacht, das zeigt, dass sie gefährlich sind, wenn man sie ins Spiel kommen lässt", analysierte Gregoritsch.

Umbau

Das gelte es daher zu verhindern. "Wir müssen an das Bosnien-Spiel anschließen, in der Defensive wenig zulassen, uns in der Offensive was trauen und vor allem unsere Chancen verwerten", gab der Steirer die Marschroute vor. Gegenüber dem 2:0 in Zenica am 9. September muss der ÖFB-Trainer seine Truppe umbauen. Tobias Kainz und Toni Vastic fehlen von der Startformation zuletzt verletzungsbedingt, zudem könnte der Rapidler Louis Schaub eventuell aufgrund seiner zahlreichen Einsätze in der laufenden Saison nur als "Joker" fungieren.

Ausfälle

Kainz und Vastic waren aber nicht die einzigen Ausfälle, die Gregoritsch zur Kenntnis nehmen musste, sagten doch auch die blessierten Christian Schilling, Thomas Murg, Srdan Spiridonovic und Gernot Trauner ab. Zudem wurde Rapids Marcel Sabitzer ins A-Team befördert. "Wir haben viele Ausfälle, das ist aber normal beim Nationalteam. Wir haben 25 bis 30 Spieler, bei denen es nicht so große Unterschiede gibt", blieb Gregoritsch gelassen.

Das jüngste Aufeinandertreffen mit den Ungarn entschieden die Österreicher am 15. Oktober 2012 in einem Testspiel in Parndorf dank Toren von Vastic und Trainersohn Michael Gregoritsch (2) mit 3:1 für sich. "Wir haben damals sehr gut gespielt, es hat sich aber viel geändert. Es wird interessant sein zu sehen, wie sich beide Mannschaften entwickelt haben", sagte Gregoritsch, der mit seiner Mannschaft am Mittwoch nach Györ reiste und dort das Abschlusstraining absolvierte.

Die Gastgeber blickten nach dem positiven Start optimistisch in Richtung Donnerstag. "Österreich hat eine tolle Mannschaft, wir haben es dieses Mal sicher mit einem stärkeren Gegner zu tun, aber wir wollen ungeschlagen bleiben", meinte Ungarns U21-Coach Antal Roth. (APA, 9.10.2013)