Darabos über eine mögliche Koalition mit der FPÖ: "So lange Jörg Haider dort das Sagen hat, kommt eine Koalition nicht in Frage."

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Wien - Der SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos rechnet "fix mit Neuwahlen". "Vielleicht schon zum Jahresende, spätestens nach der Kärntner Landtagswahl im März. Ich rechne fix damit, wir bereiten uns darauf vor", sagte Darabos in einem Interview mit dem "Kurier". Er gehe davon aus, dass die FPÖ bei den Landtagswahlen verlieren, Landeshauptmann Jörg Haider danach in die Bundes-FPÖ zurückkehren und dies letztlich zu vorgezogenen Neuwahlen führen werde.

Eine Koalition mit der Haider-FPÖ werde die SPÖ auf keinen Fall eingehen: "So lange Jörg Haider dort das Sagen hat, kommt eine Koalition nicht in Frage". Seine Partei sieht Darabos jedenfalls auf einem guten Weg: "Wir haben unser Angebot verbreitert. Inhaltlich, beginnend mit den Koalitionsverhandlungen mit der ÖVP - wir sind eine konstruktive Opposition, jederzeit bereit, Regierungsverantwortung zu übernehmen". Auch habe die SPÖ ein "größeres personelles Angebot".

Darabos räumte aber auch ein, dass der jetzige Kurs parteiintern nicht unumstritten ist: "Als konstruktive Opposition legen wir zu allen relevanten Fragen Alternativkonzepte vor - von der Pensionsreform bis zur Gesundheitsreform. Das macht uns angreifbar. Viele bei uns meinen, wir sollten uns darauf beschränken, die Regierung hart zu kritisieren - aber die letzte Wahl hat gezeigt, dass das zu wenig ist. Wir müssen überzeugen, dass wir die bessere Regierungspartei sind". (APA)