Wien - Das Wiener Kontrollamt empfiehlt dringend den Aufbau einer gemeinsamen Anmeldeplattform für städtische und private Kinderbetreuungseinrichtungen. Diese sei so rasch wie möglich umzusetzen, heißt es in einem aktuellen Prüfbericht. Derzeit gibt es keinen Überblick, wer wann seinen Nachwuchs wo für einen Kindergartenplatz angemeldet hat. Das Rathaus verspricht, den Prozess zu optimieren.

Angekündigt ist eine gemeinsame Plattform schon länger - also eine Online-Datenbank, in der auch private Kindergartenbetreiber ihre Anmeldungen eintragen. Damit soll es einfacher werden, den realen Bedarf an Betreuungsplätzen abzuschätzen.

Aufwändiger Abgleich

Momentan ist das aber noch schwierig, wie das Kontrollamt festgestellt hat. Nach wie vor sind Mehrfach-Ansuchen nicht zu erkennen, also wenn Kinder in einer oder mehreren privaten Einrichtungen bzw. bei einer der Servicestellen der Stadt angemeldet wurden. In Einzelfällen erfolgte ein laut Kontrollamt aufwändiger Abgleich, ob es auch eine Platzzusage in einem nichtöffentlichen Kindergarten gibt.

Die Stadt hat im Bericht in einer Stellungnahme betont, dass eine Optimierung des Anmeldeprozesses angestrebt wird. "Insbesondere in der Zusammenarbeit mit großen Betreiberinnen und Betreibern sollen durch einen intensiveren Austausch schrittweise Verbesserungen erzielt werden", hieß es. Derzeit jedoch seien die organisatorischen und technischen Voraussetzungen dafür bei den privaten Trägern von sehr unterschiedlicher Qualität. (APA, 11.10.2013)