Moskau - Bei einer genehmigten Kundgebung für die Rechte von Homosexuellen in Russland haben Radikale und orthodoxe Christen in St. Petersburg die Teilnehmer mit Fäusten attackiert und beschimpft. Die Polizei nahm mindestens 20 Demonstranten und Störer fest, wie die Agentur Interfax am Samstag aus der zweitgrößten russischen Stadt meldete.

Die Aktivisten warfen der Polizei vor, sie sei viel zu spät gegen die Angreifer vorgegangen. Etwa 50 Menschen hätten die rund 20 Teilnehmer teils brutal attackiert und Regenbogenfahnen - das Symbol der Homosexuellenbewegung - zerrissen, berichteten Augenzeugen.

Auf Plakaten prangerten die Demonstranten auch ein international umstrittenes russisches Gesetz an, das es verbietet, in Gegenwart von Minderjährigen positiv über Homosexualität zu reden. Bürgerrechtler kritisieren, das Gesetz schüre Hass gegen Schwule und Lesben. Befürworter behaupten hingegen, das Verbot diene dem Kinderschutz. (APA, 12.10.2013)