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Am Einsatz von Thomas Vanek gegen Minnesota Wild war nichts auszusetzen. Dennoch konnte der Österreicher in den Diensten der Buffalo Sabres Goalie Josh Harding nicht überwinden.

Foto: AP/Wipert

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Die Saison ist noch jung, die Sabres stecken bereits gewaltig Prügel ein.

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Buffalo/Wien - Es war im Juli 2007, da avancierte Thomas Vanek mit einer Unterschrift zum bestverdienenden Sportler Österreichs. Der vornehmlich in der Steiermark aufgewachsene Sohn tschechoslowakischer Einwanderer, einer der aufgehenden Sterne im internationalen Eishockey, verkaufte seine Arbeitskraft für sieben Jahre um 50 Millionen Dollar an die Buffalo Sabres, für die er schon zuvor in zwei Saison der National Hockey League (NHL) mehr oder weniger regelmäßig zum Einsatz gekommen war.

Im Sommer 2014 endet also Vaneks Vertrag beim Team aus dem Bundesstaat New York, und die Zeichen stehen mit jedem Spiel der aktuellen Saison deutlicher auf Abschied. Vaneks Bleiben ist nicht länger, will sich Österreichs erster Playoff-Torschütze in der NHL nicht selbst beschädigen. In der Nacht auf Dienstag erlitt Buffalo die siebente Niederlage en suite. Die 1:2-Heimpleite gegen Minnesota Wild bedeutete für die Mannschaft des mit der Ausbeutung von Gasvorkommen durch Fracking reich gewordenen Milliardärs Terrence Pegula den schlechtesten Saisonstart in diesem Jahrtausend.

Jahrtausendschwäche

Sieben Spiele ohne Sieg ab dem Start des Grunddurchgangs widerfuhren den Sabres zuletzt in der Saison 1999/2000, allerdings schaffte es die Mannschaft damals noch in die Playoffs, wo dann gleich zum Auftakt gegen die Philadelphia Flyers nach fünf Partien Schluss war.

Die aktuelle Niederlage gegen die zum dritten Mal in Folge siegreiche Truppe aus Minnesota war umso bitterer, als Jason Pominville zehn Sekunden vor Ende des Mitteldrittels im Powerplay den schließlich entscheidenden Treffer für die Gäste erzielte. Der 30-jährige Kanadier war Kapitän der Sabres gewesen, ehe er im April nach zwölf Jahren in Buffalo nach Minnesota transferiert worden war. 2001, ein Jahr vor Vanek, war Pominville von den Sabres gedraftet worden, mit dem Österreicher spielte er 2004 und 2005 in der American Hockey League (AHL) für Buffalos Farmteam Rochester Americans.

Kritik auch an Vanek

Vanek stand bei den Verlierern 21 Minuten lang auf dem Eis, gab aber nur einen Torschuss ab. Da Buffalo nach sieben Saisonspielen auch nur bei sieben Treffern hält, bleibt auch der mit bisher vier Punkten (zwei Tore, zwei Assists) zweitbeste Mann des Teams nicht von Kritik verschont. "Wir werden nicht viele Spiele mit nur einem erzielten Tor gewinnen. Unsere Topstürmer müssen sich steigern", sagte Coach Ron Rolston, der schon der nächsten Partie bei den NY Islanders mit Michael Grabner besorgt entgegensah.

Vaneks Auftritt gegen Minnesota war vor der Partie im First Niagara Center ein großes Thema gewesen. Allgemein wird davon ausgegangen, dass der 29-Jährige, in den Heimspielen der Kapitän der Sabres, nach Auslaufen seines Vertrags nach Minnesota wechselt. Dort spielte er einst als erster Europäer für das Team der University of Minnesota in Saint Paul. In Stillwater am idyllischen St. Croix River, nahe der Hauptstadt des zwölftgrößten Bundesstaates der USA, besitzt der zweifache Vater seine Sommerresidenz. "Es wird viel spekuliert, aber ich habe meine eigene Meinung. Ich sage es immer wieder: Im Moment werde ich keine Entscheidung treffen", kommentierte Vanek die Gerüchte, die mit jeder Pleite an Substanz gewinnen. (APA; lü, DER STANDARD, 16.10.2013)

Ergebnisse National Hockey League (NHL) vom Montag: Buffalo Sabres (mit Vanek) - Minnesota Wild 1:2, Boston Bruins - Detroit Red Wings 2:3, Washington Capitals - Edmonton Oilers 4:2