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Belgien ist die Überraschung in Europa. Platz fünf in der Weltrangliste ergibt Topf eins für die WM-Auslosung am 6. Dezember.

Foto: REUTERS/Laurent Dubrule

Die FIFA-Weltrangliste wird immer wieder mit gemischten Gefühlen betrachtet, seit heuer erscheint das Ranking jedoch in ganz anderem Licht. Die aktuelle Weltrangliste bildet nämlich die Grundlage für die Setzung zur Auslosung der WM-Vorrunden-Gruppen am 6. Dezember in Salvador de Bahia. Die Glanztaten vergangener Weltmeisterschaften sind plötzlich nichts mehr wert. Neben Gastgeber Brasilien dürfen sich die sieben besten Nationen über eine Topf-eins-Nominierung freuen. Das sind Spanien, Deutschland, Argentinien, aber auch Kolumbien, Belgien, Uruguay und die Schweiz. Uruguay muss allerdings noch das Interkontinental-Play-off gegen Jordanien überstehen. Im Falle des Scheiterns würden die Niederlande nachrücken.

Italien und England nur in Topf zwei

Topnationen wie Italien, England oder die Niederlande finden sich nur in Topf zwei wieder. Eine Folge davon könnte sein, dass am Nikolaustag Hammergruppen ausgelost werden und bei der WM schon in der Vorrunde echte Kracher anstehen.

Durch die Rangliste ergibt sich auch die Setzung für die Auslosung des Europa-Play-offs der WM-Qualifikation am Montag (21. Oktober) in Zürich. Gesetzt sind Portugal (14.), Griechenland (15.), Kroatien (18.) und die Ukraine (20.). Österreichs Gruppengegner Schweden (25.) ist ebenso ungesetzt wie Frankreich (21.), Rumänien (29.) und Island (46.).

Frankreich im Nachteil

Der Modus der FIFA ist nicht unumstritten. Die Setzliste sei nicht logisch, kritisierte zuletzt der französische Nationaltrainer Didier Deschamps. Ein einziger Zähler fehlte den Franzosen auf die Ukraine. Ein Protest wegen angeblicher Benachteiligung - die Équipe Tricolore musste in der WM-Qualifikation in einer Fünfer- statt in einer Sechser-Gruppe antreten und hatte dadurch weniger Chancen auf Punkte - wurde von der FIFA abgewiesen. Der Weltmeister von 1998 muss am 15. und 19. November noch den Umweg über die Play-offs nehmen, dabei droht ein Duell mit Portugal.

Neben den Gruppenköpfen teilte die FIFA die 24 verbleibenden Mannschaften bei der WM in drei Töpfe ein. In jeder Vorrundengruppe dürfen höchstens zwei Mannschaften aus Europa sein, Duelle zwischen Vertretern anderer Konföderationen sind ausgeschlossen. Bisher haben 21 Mannschaften ihr WM-Ticket gelöst.

ÖFB-Team leicht abgerutscht

Das österreichische Fußball-Nationalteam ist mit Abschluss der WM-Qualifikation in der FIFA-Weltrangliste um sechs Positionen auf Platz 53 abgerutscht. Rang 47 im Vormonat war die beste Platzierung seit Februar 2011 gewesen. Im am Donnerstag veröffentlichten Oktober-Ranking schlugen die Niederlage in Schweden (1:2) und der Sieg auf Färöer (3:0) zu Buche.

Brasilien fiel um drei weitere Weltranglisten-Plätze auf Rang elf zurück. Die USA, am 19. November in Wien mit Co-Trainer Andreas Herzog nächster Länderspielgegner des ÖFB-Teams, liegen weiter auf Position 13. (sid/APA/red, 17.10.2013)

FIFA-Weltrangliste vom 17. Oktober 2013:

1. (1.) Spanien 1.513 Pkt.

2. (3.) Deutschland 1.311

3. (2.) Argentinien 1.266

4. (5.) Kolumbien 1.178

5. (6.) Belgien 1.175

6. (7.) Uruguay 1.164

7. (14.) Schweiz 1.138

8. (9.) Niederlande 1.136

8. (4.) Italien 1.136

10. (17.) England 1.080

11. (8.) Brasilien 1.078

Weiter:

13. (13.) USA 1.040 *

21. Frankreich 870

53. (47.) Österreich 596

* = am 19. November in Wien nächster Länderspielgegner des ÖFB-Teams