Ines Pohl will die Quotendebatte erweitern. In einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" verordnet die "taz"-Chefredakteurin ihrem Blatt eine Quote für Menschen mit Migrationshintergrund. "20 Prozent würden dem Bevölkerungsdurchschnitt entsprechen", so Pohl. Aktuell seien es drei Prozent, das soll sich in den nächsten drei Jahren ändern.

"Nicht gut gemacht" hat die "taz" nach Pohls Einschätzung das Interview mit Philipp Rösler, das sich auf seine Herkunft bezog. "Als Statement gegen den Autorisierungswahn von Interviews in der Politik ist das völlig danebengegangen." Hier hätten "alle Kontrollmechanismen versagt". Das sei in einer "Redaktion mit sehr flachen Hierarchien" nicht einfach. "Mutti kann nicht immer reichgrätschen", beschreibt es Pohl. Sie müsse sich das "sehr gut überlegen". (sb, derStandard.at, 18.10.2013)