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Microsoft darf sich über ein weiteres Rekordquartal freuen. Der Konzern steigerte nach Angaben vom Donnerstag im abgelaufenen Quartal seinen Gewinn um 17 Prozent auf 5,2 Milliarden Dollar. Der Umsatz erhöhte sich um 16 Prozent auf 18,5 Milliarden Dollar und fiel damit ebenfalls besser aus als von Experten erwartet.

Aufteilung

Treibende Kraft des Microsoftgeschäft ist weiterhin das Office-Geschäft, während das Windows-Geschäft unter dem zunehmend schwächelnden PC-Markt leidet. Die Einnahmen mit Windows-Lizenzen sind im Vergleich zum Vorjahresquartal um 7 Prozent zurückgegangen. Das gesamte "Consumer and Devices"-Geschäft - in das man einen bedeutenden Teil der Zukunftshoffnungen legt - ist mit einem Plus von 4 Prozent nur leicht auf 7,46 Milliarden US-Dollar gewachsen.

Surface

Über eine gewisse Besserung darf sich das Unternehmen bei seinen Surface-Tablets freuen: Im aktuellen Quartal trugen diese immerhin 400 Millionen US-Dollar zum Umsatz bei. Im zweiten Quartal musste Microsoft noch 900 Millionen US-Dollar abschreiben. Laut dem Unternehmen sollen sich auch die Verkäufe in diesem Zeitraum verdoppelt haben. Dabei darf allerdings nicht vergessen werden, dass dies von einer massiven Preisreduktion getrieben wird, mit der Microsoft wohl nicht zuletzt die Lagerbestände loswerden will.

Noch kein Nachfolger für Ballmer genannt

Zum Nachfolger des scheidenden Chefs Steve Ballmer äußerte sich der Konzern nicht. Microsoft hatte Ende August überraschend den Rücktritt Ballmers innerhalb der kommenden zwölf Monate angekündigt. Nach 13 Jahren an der Spitze soll der direkte Nachfolger des legendären Firmengründers Bill Gates noch so lange im Amt bleiben, bis ein neuer Vorstandsvorsitzender gefunden ist. 

Umbau

Ballmer hatte erst im Juli eine Neuausrichtung des Unternehmens angekündigt, dessen frühere Vormachtstellung durch den Trend zu Tablets und Smartphones schwindet. Microsoft soll den Plänen zufolge in einen Konzern für Devices und Dienstleistungen umgebaut werden. Im September hatte Microsoft bekanntgegeben, für 5,4 Milliarden Euro das Handygeschäft des einstigen Weltmarktführers Nokia zu übernehmen.

Für das zweite Quartal erwartet Microsoft einen Umsatz von 23,1 bis 24,1 Milliarden Dollar. Analysten prognostizieren bislang nur 22,9 Milliarden Dollar. (APA/red, 25.10. 2013)