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Michael O'Leary ist offenbar gerade das Scherzen vergangen.

Foto: EPA/WARZAWA

Dublin/London - Der Billigflieger Ryanair lockert die Bedingungen für seine Passagiere und erlaubt etwa statt nur einem bald ein zusätzliches kleines Handgepäckstück. Zudem wird das Aufgeben von Koffern am Schalter billiger, wie die irische Fluglinie am Freitag bekanntgab. Die Regelungen sollen in den kommenden Monaten in Kraft treten und gelten vorerst bis Ende März 2014.

Ryanair kündigte zudem an, innerhalb eines halben Jahres Gebühren für das Ausdrucken der Bordpässe abzuschaffen. Auch würden kleinere Fehler bei der Buchung innerhalb von 24 Stunden kostenlos behoben und die Kosten fürs Standardgepäck um die Hälfte auf 30 Euro gesenkt. Die für die Kundenbetreuung zuständige Ryanair-Managerin Caroline Green stellte weitere Verbesserungen in Aussicht.

"Hören auf die Kunden"

"Wir hören unseren Kunden zu und reagieren auf sie", erklärte Ryanair-Chef Michael O'Leary. Er hatte Anfang der Woche herbe Kritik einstecken müssen, als er sich beim Internetdienst Twitter Kunden-Kommentaren stellte. Nach jahrelangem Höhenflug kämpft Ryanair derzeit mit einer schwächeren Nachfrage.

Der easyJet-Konkurrent war in einer Umfrage kürzlich unter den 100 größten Marken in Großbritannien zur schlechtesten gewählt worden. Daraufhin räumte das Management ein, aus den Negativschlagzeilen herauskommen zu müssen, um das Geschäft nicht zu belasten. Ryanair hat sich zum Ziel gesetzt, die Zahl der Passagiere innerhalb von fünf Jahren auf 110 Millionen von derzeit 80 Millionen zu steigern. Zugleich befürchtet die Gesellschaft, im Ende März endenden Geschäftsjahr erstmals seit zehn Jahren das Gewinnziel zu verfehlen. Dieses liegt bei 570 bis 600 Millionen Euro. (APA, 25.10.2013)