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Die türkische Polizei setzt Tränengas gegen Demonstranten ein.

Foto: EPA/ULAS YUNUS TOSUN

Ankara - In der türkischen Hauptstadt Ankara hat die Polizei eine Demonstration von etwa hundert Studenten unter Einsatz von Tränengas aufgelöst. Nach Angaben des linken Studentenbündnisses Genc-Der nahmen Sicherheitskräfte am Samstag 26 Teilnehmer der Kundgebung auf dem zentral gelegenen Kizilay-Platz fest. Der Protest richtet sich gegen den geplanten Bau einer Straße auf einem Universitätsgelände.

Den Organisatoren zufolge wollten die Studenten ins Stadtzentrum marschieren, um in einem öffentlichen Park Bäume zu pflanzen. Für das Straßenbauprojekt quer durch den Campus der Technischen Universität des Mittleren Orients sollen mehrere Bäume gefällt werden. Seit Wochen gehen in Ankara und anderen Städten Menschen gegen diese Pläne zur Entlastung des hauptstädtischen Verkehrschaos auf die Straße.

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan bezeichnete die Demonstranten in der vergangenen Woche als "moderne Banditen". An einem ähnlich gelagerten Bauprojekt in Istanbul hatte sich im Sommer ein landesweiter Protest gegen Erdogan entzündet, wobei sechs Menschen getötet worden waren. (APA, 26.10.2013)