Bregenz - Der Vorarlberger Fruchtsaft- und Eisteehersteller Pfanner mit Sitz in Lauterach (Bezirk Bregenz) erwartet für das laufende Geschäftsjahr 2013 eine leichte Umsatzsteigerung auf 255 Mio. Euro (2012: 251 Mio. Euro). Das Osteuropa-Geschäft, das rund 13 Prozent des Umsatzes ausmache, werde nach einem Rückgang von zehn Prozent 2012 heuer neuerlich um zehn Prozent sinken, berichtete das "WirtschaftsBlatt" (Dienstag-Ausgabe). Besserung sei aber in Sicht. "Ich habe in Osteuropa das erste Mal das Gefühl, dass die Talsohle erreicht ist", wurde der geschäftsführende Gesellschafter Peter Pfanner zitiert.

Der Fruchtsaftmarkt brach in vielen Ländern Europas in den Krisenjahren um bis zu 20 Prozent ein. In Österreich dagegen rechnete das Familienunternehmen heuer mit einem Umsatzplus von zwei Prozent. Man sei von einer sinkenden Konsumlaune weitgehend verschont geblieben, hieß es. Zudem gebe es hierzulande bereits seit 30 Jahren eine starke Konzentration. Pfanner ist nach dem in Rankweil (Bezirk Feldkirch) ansässigen Rauch hierzulande das größte Fruchtsaftunternehmen. Insgesamt ging in Österreich der Fruchtsaftmarkt heuer um rund fünf Prozent zurück, Ursache dafür war das schlechte Wetter im Frühling und Frühsommer.

Das heurige Umsatzwachstum komme vor allem aus den Kernmärkten Österreich, Deutschland und Italien. Im Vorjahr kaufte Pfanner ein süditalienisches Unternehmen zu, das Marillen, Pfirsiche und Birnen verarbeitet. Man habe zwölf Mio. Euro investiert und bediene nun den süditalienischen Markt, begründete Pfanner. Chancen sah der Vorarlberger Fruchtsafthersteller auch in der wachsenden Heterogenität der Konsumenten, auf die man mit einem breiteren Sortiment antworte. So sei etwa die Nachfrage nach "Fair Trade"-Produkten stark wachsend. "Wir nähern uns hier schon einem Umsatzanteil von fünf Prozent", so Pfanner. (APA, 29.10.2013)