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Proteste in der Bildenden

Foto: APA/HERBERT P. OCZERET

Wien - Die bisher im Wiener Servitenkloster untergebrachten Flüchtlinge haben die Nacht in der Akademie der Bildenden Künste verbracht. Nach einer Diskussionsveranstaltung am Dienstagabend mit 200 Studierenden blieben 24 Flüchtlinge dort und riefen später via Twitter auf, Schlafsäcke und Matratzen vorbeizubringen. Das Refugee Protest Camp Vienna lädt für Mittwochvormittag zu einer Pressekonferenz, um die weiteren geplanten Schritte bekannt zu geben.

Die Gruppe drängte darauf, weiterhin gemeinsam untergebracht zu werden, sagte ein Unterstützer. Die Flüchtlinge erklärten, in der Akademie der Bildenden Künste "Schutz zu suchen", sie hätten Angst dass jemand aus ihrer Gruppe abgeschoben wird. "Das ist keine Besetzung, morgen sehen wir weiter", sagte Akademie-Rektorin Blimlinger im O-Ton zu ZIGE.TV Sie wolle zwar, dass die Flüchtlinge das Gebäude verlassen, habe aber auch erklärt, dass sie nicht die Polizei zur Räumung rufen werde.

#Refugeeprotest "we will stay here" #AkBild #wien pic.twitter.com/4GVunhE7Xk

— Daniel Weber (@weberdaniel) October 29, 2013

Derzeit würden ihnen nur Einzelquartiere angeboten, die Flüchtlinge wollen jedoch zusammenbleiben, betonte ein Unterstützer. Per 30. Oktober müssen sie wegen Renovierungsarbeiten aus ihrer bisherigen Bleibe im Servitenkloster ausziehen. Sie suchten dort Schutz, da sie befürchten, jemand aus der Gruppe könnte abgeschoben werden.  (APA, 29.10.2013)