Der Mobilfunkbetreiber Telefonica O2 ist in Tschechien mit einer Beschwerde gegen die geplante LTE-Auktion vorerst ins Leere gelaufen. Das Stadtgericht in Prag habe einen Antrag auf eine einstweilige Verfügung abgewiesen, berichtete die Nachrichtenagentur CTK am Donnerstag. Die Versteigerung von Mobilfunk-Frequenzrechten kann damit wie geplant am 11. November beginnen. Einzelne Betreiber wollen sich nun an die Europäische Kommission wenden.

Frequenzbereich für neue Netzbetreiber

Die Kritik von Telefonica O2 richtet sich gegen eine Regel, die einen Teil des Frequenzbereichs für neue Netzbetreiber reserviert. Ihre Teilnahme an der Auktion haben neben den bestehenden Mobilfunkbetreibern T-Mobile Tschechien, Vodafone und Telefónica O2 auch die Firmen Revolution Mobile und Tasciane angemeldet, hinter denen Berichten zufolge tschechische Investorengruppen stehen. LTE ermöglicht noch deutlich schnelles mobiles Internetsurfen.

Eine erste LTE-Auktion in Tschechien war im März mit der Begründung abgebrochen worden, die Gebote seien zu hoch gewesen. (APA, 31.10. 2013)