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Franz fordert, dass Demonstrationen nur außerhalb des Zentrums von Städten veranstaltet werden dürfen.

Foto: apa/Fohringer

Wien - Marcus Franz, Primararzt am Wiener Hartmann-Spital und Neo-Abgeordneter des Team Stronach, sieht bei seinem politischen Mentor Frank Stronach "Tendenzen zu einer gutmütigen Starrsinnigkeit". Ein Problem hat er damit nicht. Als Internist habe er viel mit älteren Menschen zu tun und könne damit gut umgehen, sagt Franz im "profil"-Interview in Richtung Stronach, den er als "eine Art eingenwilliger Senator" sieht. Und überhaupt gelinge es durchaus, mit Argumenten zu landen, was die Starrsinnigkeit "unproblematisch" mache.

Für Fettsteuer

Einige weitere Ansagen des Neu-Abgeordneten sind ebenfalls ungewöhnlich. So sollen Demonstrationen nur noch außerhalb des Zentrums stattfinden dürfen: "Sonst tanzen die Minderheiten der Mehrheit auf der Nase herum", sagt Franz über Kundgebungen, die den Verkehr stören. Ebenfalls weniger gefällt dem Arzt, wenn Frauen keine Kinder bekommen, sei freiwillige Kinderlosigkeit doch "amoralisch". Auf die Frage, ob es die Pflicht von allen sein sollte, Kinder zu bekommen, antwortet er mit einem glatten "Ja" und setzt gegenüber der Journalistin fort: "Wir könnten uns theoretisch vereinigen und jetzt ein Kind zeugen." Immerhin fügt der Arzt an, "eh verheiratet und treu" zu sein. Ein weiterer Franz-Vorschlag betrifft eine Fettsteuer: "Die Wurst soll teurer sein, um einen Euro vielleicht."

Auf die Frage, ob auch Homosexualität amoralisch sei, sagte der Stronach-Abgeordnete: "Wenn ich strenge Moralmaßstäbe anlege, ist es mit Sicherheit amoralisch, wiewohl es in den Genen steckt. Es gibt auch im Säugetierreich Homosexualität, bei Hunden oder Affen".  (APA/ red, derStandard.at,  2.11.2013)