London - Großbritanniens Arbeitgeberverband CBI hat sich entschieden für einen Verbleib des Landes in der EU eingesetzt. "Der Gemeinsame Markt ist für unsere Zukunft unabdingbar", erklärte Verbandschef John Cridland vor Beginn der CBI-Jahreskonferenz am Montag. Jedem britischen Haushalt bringe die EU-Mitgliedschaft jährlich 3.000 Pfund (3.500 Euro) ein. "Für uns ist es besser in einer reformierten EU zu sein als außen vor zu stehen und keinen Einfluss zu haben", sagte Cridland weiter.

Gleichzeitig sprach sich der Arbeitgeberpräsident für eine Reformierung der EU aus. Um Europas Wirtschaftswachstum anzukurbeln und mehr Jobs zu schaffen, müsse sie sich "mehr öffnen und wettbewerbsfähiger werden". Vor allem auf dem Gebiet der Arbeitsbestimmungen müssten ihre Kompetenzen beschnitten werden, forderte er.

78 Prozent für Verbleib

Der CBI ist der größte Arbeitgeberverband Großbritanniens, er vertritt rund 240.000 Unternehmen. In einer CBI-Umfrage sprachen sich 78 Prozent der Firmen für einen Verbleib in der EU aus, zehn Prozent befürworteten einen Austritt Großbritanniens.

Angesichts der weitverbreiteten EU-Skepsis in Großbritannien hat Premierminister David Cameron seinen Landsleuten für 2017 ein Referendum über den Verbleib in der EU zugesagt. Zuvor will Cameron aber noch eine Verschlankung der Gemeinschaft erreichen und Kompetenzen nach London zurückholen. (APA, 4.11.2013)