London - Die Bank of England behält ihre lockere geldpolitische Linie bei. Wie die Notenbank Großbritanniens am Donnerstag in London mitteilte, bleibt der Leitzins auf dem Rekordtief von 0,5 Prozent. Bankvolkswirte hatten damit gerechnet. Die Notenbank will ihn nach eigenem Bekunden dort so lange belassen, bis die Arbeitslosenquote auf sieben Prozent fällt. Derzeit liegt sie bei 7,7 Prozent.

Das Anleihekaufprogramm zur quantitativen Lockerung wurde ebenfalls nicht angetastet. Sein Volumen beläuft sich auf 375 Mrd. Pfund (446,3 Mrd. Euro), in diesem Wert hält die Bank of England britische Staatsanleihen in ihren Büchern. Das Volumen wurde bereits vor einem Jahr ausgeschöpft, seither hat die Notenbank nicht mehr an Anleihemarkt zugekauft. Allerdings reinvestiert die Bank of England die Beträge fälliger Wertpapiere in neue Staatstitel.

Mit Spannung warten Beobachter auf den Inflationsbericht der Notenbank, der am kommenden Mittwoch (13. November) ansteht. Mit dem Bericht wird die Bank of England auch ihre neuen Prognosen zu Wachstum und Beschäftigung präsentieren. Die meisten Ökonomen rechnen damit, dass die Notenbank dann von einem früheren Zeitpunkt ausgeht, wann die Arbeitslosenquote auf sieben Prozent fällt und somit Zinserhöhungen auf die Tagesordnung rücken.

Gegenwärtig rechnet die Bank of England damit, dass die Zielquote im zweiten Quartal 2016 erreicht wird. Wegen des starken Wachstumsschubs und der signifikanten Verbesserung am Arbeitsmarkt in diesem Jahr halten Volkswirte und Marktteilnehmer diesen Zeitpunkt für zu spät. (APA, 7.11.2013)