Peking - Zwei Tage nach dem Anschlag auf ein Provinz-Hauptquartier der Kommunistischen Partei im Nordosten Chinas ist Staatsmedien zufolge ein Verdächtiger festgenommen worden. Bei dem 41-Jährigen handle es sich um einen ehemaligen Häftling, in dessen Auto und Haus selbst gebastelte Bomben und andere "umfassende Beweise" gefunden worden seien, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag unter Berufung auf die Sicherheitsbehörden.

Der Mann, der wegen Diebstahls neun Jahre im Gefängnis gesessen haben soll, legte den Angaben zufolge ein Geständnis über den Anschlag in Taiyuan in der Provinz Shanxi ab. Über ein mögliches Motiv wurde zunächst nichts bekannt. In der Provinzhauptstadt waren am Mittwoch mehrere Sprengsätzen vor der örtlichen KP-Zentrale explodiert, wobei ein Mensch getötet und acht weitere verletzt wurden.

Der Zwischenfall weckte Erinnerungen an den tödlichen Vorfall auf dem Tiananmen-Platz in Peking in der vergangenen Woche, bei dem nach Polizeiangaben ein mit Benzinkanistern bepackter Geländewagen in eine Menschenmenge raste und in Flammen aufging. Dabei wurden alle drei Insassen und zwei Touristen getötet sowie fast 40 weitere Passanten verletzt. Chinas Sicherheitsbehörden machen uigurische Islamisten aus Xinjiang für den "Terrorangriff" nahe der Verbotenen Stadt verantwortlich. (APA, 8.11.2013)