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Am Sonntag dürfte es zwischen Rafael Benitez (links) und Antonio Conte etwas weniger geschäftsmäßig zugehen, als beim Elite Coaches Forum im September.

Foto: ap/trezzini

Turin - Da ist man nach elf Runden ungeschlagen, gewinnt zehn Partien in Serie - und: liegt doch nur drei Punkte vor den Verfolgern. Dies harte Los hat die AS Roma, Tabellenführer der Serie A zu tragen. Immerhin: Während die Römer nach dem erstmaligen Punkteverlust gegen Torino in der anstehenden 12. Runde gegen Nachzügler Sassuolo drei Zähler ziemlich fix einplanen können, werden sich Juventus und Napoli im direkten Duell zerfleischen.

SSC-Trainer Rafael Benitez vertraut dabei am Sonntagabend beim regierenden Meister in Turin auf sein glanzvolles Offensivtrio. Die im Sommer von Real Madrid verpflichteten Spanier Jose Callejon und Gonzalo Higuain sorgten mit Marek Hamsik gemeinsam für 17 der bisher 24 Liga-Treffer der Blauen. 28 Punkte aus elf Spielen bedeuten so nebenbei auch einen neuen Startrekord. Die punktegleiche Vecchia Signora will den Elan der Gäste jedoch ins Leere laufen lassen. Man kann für diese Aufgabe auf die starke Vorstellung beim 2:2 gegen Real Madrid in der Champions League bauen.

Milan darf nicht patzen

Abseits der Positionskämpfe an der Spitze geht es beim AC Milan um die Zukunft von Trainer Massimiliano Allegri. Nach dem schlechtesten Saisonstart seit 32 Jahren wartet auf die Mailänder am Sonntag der Auswärtsantritt bei Chievo Verona. Ein Punkteverlust beim Schlusslicht dürfte dem angezählten Allegri den Job kosten. "Nun zählen nur Resultate", sagte Milans Meistermacher von 2011 nach dem 1:3 in Barcelona am Mittwoch.

Vor der Partie drehte sich bei Milan wieder einmal viel um Mario Balotelli. Wie in der Champions League droht Italiens Teamstürmer auch in Verona die Rolle als Joker. "Er hat außergewöhnliche Fähigkeiten, aber er muss sich noch besser in die Mannschaft einfügen", meinte Allegri. Das klingt mittlerweile wie ein (nicht sehr effektives) Mantra. In Barcelona vertraute Allegri auf die Brasilianer Kaka und Robinho, die beide schon nahe daran waren, in den Geruch des Auslaufmodells geraten waren.

Ein Moratti als Stabilitäts-Garant

Auf der anderen Seite der Stadt wurde bekannt, dass Massimo Moratti das Präsidenten-Amt bei Inter weiter ausüben wird, trotzdem er den Mehrheitsanteil am Tabellen-Vierten and den indonesischen Medienmogul Erick Thohir verkauft hatte. Der Verbleib Morattis, seit 18 Jahren an der Spitze der Blau-Schwarzen, soll dem Klub Kontinuität sichern.

Die neue Inter-Führung wird aus acht Personen, darunter drei Mitglieder der Familie Moratti, bestehen. Schon im kommenden Januar will Thohir drei neue Topspieler erwerben, um Inter wieder in der Champions League zu etablieren. Kapitän Javier Zanetti, seit 19 Jahren bei Inter unter Vertrag, soll nach Ende seiner aktiven Laufbahn im Management mitwirken. Im kommenden Sommer plant Inter eine Tour nach Asien und soll auch in Indonesien spielen.

Der Deal zwischen Moratti und Thohir, der aus einer der reichsten Familien Indonesiens stammt, war vor wenigen Wochen abgeschlossen worden. Nach Medienangaben übernimmt Thohir 70 Prozent der Klub-Anteile. Zu Beginn der langen Verhandlungen hatte Thohir als Kopf einer milliardenschweren Investoren-Gruppe 280 Millionen Euro für sämtliche Aktien sowie die Übernahme der gut 400 Millionen Euro Verbindlichkeiten geboten. (APA/sid/red - 8.11. 2013)