München - Bayern München will am Samstag alleiniger Rekordhalter in der deutschen Fußball-Bundesliga werden. Im Heimspiel gegen den FC Augsburg will der Meister mit David Alaba als Linksverteidiger zum 37. Mal in Serie in der Meisterschaft ungeschlagen bleiben. Derzeit halten die Bayern gemeinsam mit dem HSV den Rekord. Die Bayern ereilte am Freitag aber auch eine Hiobsbotschaft: Bastian Schweinsteiger muss neuerlich operiert werden und fällt für unbestimmte Zeit aus.

Die Bayern sind seit über einem Jahr, seit einem 1:2 gegen Bayer Leverkusen am 28. Oktober des Vorjahres, unbesiegt. Eine solche Bilanz hatte bisher nur der HSV in den 80er Jahren unter Ernst Happel. Für Bayern-Trainer Pep Guardiola ist der Rekord allerdings keine zusätzliche Motivation. Vielmehr sieht er die bei Augsburg. Doch das wäre ohnehin bei jedem Gegner der Fall, der gegen die Bayern antritt. "Bis jetzt habe ich viel Motivation bei unseren Gegnern gesehen. Aber das ist gut für uns, sie probieren, unser Niveau zu testen. Wir brauchen ein großes Niveau und eine große Motivation", erklärte der Spanier, der Arjen Robben wieder zur Verfügung hat.

Bayerische Stürmer-Diskussion

Guardiola wird wohl in der Startelf wieder auf Mandzukic verzichten, der die Bayern am Dienstag in der Champions League mit seinem Treffer kurz nach der Einwechslung zu einem 1:0-Sieg in Pilsen geschossen hat. Diskussionen, er würde wie bei seinem Ex-Club FC Barcelona ohne echten Stürmer spielen lassen, will der 42-Jährige nicht gelten lassen. "Wir haben nie mit einem falschem Neuner gespielt. Wenn Müller gespielt hat, dann war er Stürmer. Wenn Mandzukic gespielt hat, dann war er Stürmer. Wir haben nur wenige Minuten im Supercup gegen Dortmund ohne echten Stürmer gespielt, sonst immer mit", so Guardiola. Das würde gut zu den Bayern passen, "wir sind besser mit einem echtem Stürmer."

"Traurig für den Spieler", kommentierte Guardiola den Ausfall Schweinsteigers. Der Spielmacher hat am schon einmal operierten rechten Sprunggelenk noch eine Verknöcherung, die behoben werden muss. Schweinsteiger litt an ständiger Sehnenreizung. Wie lange er ausfallen wird, ist offen. "Er ist ein unglaublicher Spieler auch von seiner Mentalität. Es ist ein Traum für mich, ihn zu trainieren", sagte Guardiola. Schweinsteiger sei in der vergangenen Saison, "der beste Spieler" in der Bundesliga gewesen.

Manninger vs. Schweizer Hitz

Stark war in der vergangenen Saison auch Augsburg-Torhüter Alexander Manninger, der großen Anteil am Klassenerhalt hatte. Nun hat er seinen Platz als Nummer eins aber vorerst verloren. Manninger wird gegen die Bayern wieder nur der Platz auf der Ersatzbank bleiben. Der 26-jährige Schweizer Marwin Hitz hat vorerst das interne Torhüterduell mit dem 36-jährigen Salzburger gewonnen. "Es war eine knappe Entscheidung, das Bauchgefühl hat auch eine Rolle gespielt. Marwin hat zuletzt sehr gut gespielt und bleibt drin", sagte Trainer Markus Weinzierl. Hitz hatte am Sonntag beim 2:1 gegen Mainz überraschend den Vorzug vor dem österreichischen Routinier erhalten und seine Sache gut gemacht.

Bayerns ein Zähler zurückliegender Verfolger Borussia Dortmund (28) steht mit dem Auswärtsspiel beim Tabellenfünften VfL Wolfsburg vor einer deutlich schwierigeren Aufgabe. Der Dritte Bayer Leverkusen (25) hat den Hamburger SV zu Gast. Der Vierte Borussia Mönchengladbach (19) empfängt mit Innenverteidiger Martin Stranzl den Vorletzten 1. FC Nürnberg, bei dem Emanuel Pogatetz in der Abwehr gesetzt ist.

04 Favorit gegen Bremen

Schalke 04 geht als klarer Favorit ins Heimspiel gegen Werder Bremen. Im Duell des Sechsten mit dem Achten könnte es zum Aufeinandertreffen von Christian Fuchs mit Zlatko Junuzovic auf dem Platz kommen. Die vergangenen vier direkten Duelle konnten die Schalker allesamt gewinnen. "Wir wollen nachlegen und uns oben festbeißen", gab Dennis Aogo die Marschroute vor. Junuzovic und Co., die ohne den verletzten Sebastian Prödl auskommen müssen, haben da aber etwas dagegen. Mit einem Sieg könnten sie die Gelsenkirchner gar überholen.

Erst am Sonntag hat Mainz 05 im Duell zweier schwächelnder Clubs Eintracht Frankfurt zu Gast. Der VfB Stuttgart, mit Martin Harnik in der "Joker-Rolle" muss beim SC Freiburg bestehen. Bereits am Freitagabend wurde die zwölfte Runde mit dem Hochsicherheitsspiel zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig eröffnet. (APA, 8.11.2013)

Programm 12. Runde der deutschen Fußball-Bundesliga:

Samstag (15.30 Uhr): FC Bayern München (Alaba) - FC Augsburg (Manninger, Holzhauser), FC Schalke 04 (Fuchs) - SV Werder Bremen (Junuzovic, ohne Prödl/verletzt), Bayer 04 Leverkusen - Hamburger SV, VfL Wolfsburg - Borussia Dortmund, 1899 Hoffenheim - Hertha BSC, 18.30 Uhr: Borussia Mönchengladbach (Stranzl) - 1. FC Nürnberg (Pogatetz, ohne Ildiz/Amateure).

Sonntag (15.30): 1. FSV Mainz 05 (ohne Baumgartlinger/verletzt) - Eintracht Frankfurt. 17.30: SC Freiburg - VfB Stuttgart (Harnik)